Amazon Aktie: Iran greift Cloud-Infrastruktur an
Die Eskalation im Nahen Osten trifft Amazon dort, wo es am meisten schmerzt: Iranische Drohnenangriffe haben gleich drei Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) beschädigt. Zwei Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine in Bahrain sind nach Unternehmensangaben „erheblich beeinträchtigt". AWS forderte Kunden bereits auf, ihre Arbeitsabläufe in andere Regionen zu verlagern – ein klares Zeichen dafür, dass die Wiederherstellung Zeit brauchen wird.
Der Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran geht am Dienstag, 3. März 2026, in den vierten Tag. Während US-Präsident Donald Trump von einem „nahezu unbegrenzten Vorrat" an bestimmten Waffentypen spricht und von vier bis fünf Wochen Konfliktdauer ausgeht, warnt AWS vor einer unvorhersehbaren Lage. Die Attacken zeigen: Kritische digitale Infrastruktur steht längst im Fadenkreuz moderner Konflikte.
Cloud-Geschäft als Gewinnmotor gefährdet
Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein. AWS ist das Herzstück der Amazon-Gewinnentwicklung und trägt überproportional zum operativen Ergebnis bei. Während das E-Commerce-Geschäft mit niedrigen Margen kämpft, erwirtschaftet die Cloud-Sparte deutlich höhere Renditen. Längere Ausfälle oder Kundenabwanderungen könnten die Quartalszahlen spürbar belasten.
Zudem wächst die Skepsis gegenüber Amazons milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz. Die Märkte fragen sich zunehmend, wann diese Ausgaben konkrete Erträge abwerfen. Die Drohnenangriffe erhöhen nun das operative Risiko in einer ohnehin angespannten geopolitischen Lage – und das ausgerechnet in einer Region, die für viele internationale Kunden als strategischer Cloud-Standort dient.
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Ölpreis-Rally belastet Gesamtmarkt
Die Eskalation treibt auch die Ölpreise nach oben. Brent-Öl kletterte um 4,3 Prozent auf 81,10 Dollar je Barrel, WTI-Öl stieg um 4 Prozent auf 74,05 Dollar. Beide Sorten hatten am Montag bereits über 7 Prozent zugelegt, nachdem Iran drohte, jedes Schiff anzugreifen, das die Straße von Hormus passieren will. Die Aussicht auf unterbrochene Öllieferungen aus der Golfregion belastet die globalen Märkte – auch Tech-Werte wie Amazon bleiben davon nicht verschont.
Die asiatischen Börsen reagierten nervös. Aktien in Südkorea, Tokio und Taiwan gaben deutlich nach. In Europa setzte sich die negative Stimmung fort. US-Futures signalisierten zum Handelsstart ebenfalls Verluste, nachdem sich die Wall Street am Montag nach anfänglichen Kursverlusten noch stabilisieren konnte.
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