Amazon Aktie: Massive Investitionen
Amazon steht vor einem Jahr der Superlative – und der Widersprüche. Der Technologieriese plant 2026 Investitionen in Höhe von 200 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur, während gleichzeitig das Weiße Haus Druck macht. Der Vorwurf: Die explodierenden Stromkosten der Rechenzentren belasten amerikanische Haushalte.
Politischer Druck wächst
Am 4. März muss Amazon-Chef Andy Jassy zum Gipfel ins Weiße Haus. Präsident Donald Trump hat die Tech-Giganten Meta, Microsoft, Google und Amazon vorgeladen. Ziel: Die Unterzeichnung des „Ratepayer Protection Pledge", einer unverbindlichen Selbstverpflichtung. Die Unternehmen sollen künftig die Stromkosten ihrer neuen KI-Rechenzentren eigenständig tragen, statt sie auf die Verbraucher abzuwälzen.
Der Hintergrund ist brisant: Im Dezember 2025 stiegen die durchschnittlichen Strompreise in den USA um 7,1 Prozent auf 13,73 Cent pro Kilowattstunde. Amazon hat seine Teilnahme am Gipfel bereits bestätigt.
200 Milliarden Dollar für die KI-Zukunft
Die politischen Forderungen kommen zur Unzeit. Amazon hat gerade verkündet, 200 Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Rechenzentren und Infrastruktur zu stecken – 50 Milliarden mehr als vom Markt erwartet. CEO Jassy bezeichnet Künstliche Intelligenz als die bedeutendste technologische Transformation seit Erfindung des Internets.
Die Kehrseite der Medaille: Nach Bekanntgabe der Investitionspläne verlor die Aktie rund 8 Prozent. Parallel dazu streicht Amazon massiv Stellen. Im Januar 2026 wurden 16.000 Jobs in der Konzernverwaltung gestrichen, nachdem bereits im Oktober 2025 14.000 Mitarbeiter gehen mussten. Zudem warnen über 1.000 Beschäftigte in einem offenen Brief vor möglichen Risiken der KI-Technologie.
Cloud-Geschäft als solide Basis
Trotz der hohen Investitionslasten steht Amazon finanziell stabil da. Im vierten Quartal 2025 erzielte der Konzern Umsätze von 213,4 Milliarden Dollar bei einem operativen Gewinn von 25 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow der vergangenen zwölf Monate lag bei 11,2 Milliarden Dollar.
Die Cloud-Sparte AWS erreichte einen annualisierten Umsatz von 142 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand wuchs um 40 Prozent auf 244 Milliarden Dollar. Auch das Werbegeschäft floriert: Die Einnahmen stiegen im vierten Quartal um 23 Prozent auf 21,3 Milliarden Dollar. Die Aktie wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21,7 gehandelt.
Das Unternehmen steht vor der Herausforderung, die massiven KI-Investitionen zu rechtfertigen und gleichzeitig politischen Forderungen gerecht zu werden. Der Gipfel am 4. März dürfte zeigen, ob Amazon bereit ist, beim Thema Stromkosten Zugeständnisse zu machen.
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