Amazon will bis zu 50 Milliarden Dollar in OpenAI investieren – doch der Großteil des Geldes fließt nur unter bestimmten Voraussetzungen. Parallel treibt der Konzern den Ausbau seiner Rechenzentren in den USA mit Milliarden-Investments voran. Die Frage dahinter: Zahlt sich die massive KI-Offensive aus?

50 Milliarden für OpenAI – mit Haken

Laut Reuters und The Information plant Amazon eine Beteiligung von bis zu 50 Milliarden Dollar an OpenAI. 15 Milliarden Dollar sollen sofort fließen, die restlichen 35 Milliarden jedoch nur dann, wenn OpenAI einen entscheidenden Meilenstein bei der Entwicklung einer künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI) erreicht oder einen Börsengang durchführt.

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Die Verhandlungen laufen noch, doch Amazon würde damit zum größten Einzelinvestor in der aktuellen Finanzierungsrunde von OpenAI. Zum Vergleich: SoftBank und Nvidia planen jeweils Investments von 30 Milliarden Dollar, verteilt über drei Tranchen im Jahresverlauf. Die Gespräche über das Investment begannen bereits im Januar, als die 50-Milliarden-Summe erstmals publik wurde.

Parallel: 12 Milliarden für Rechenzentren in Louisiana

Unabhängig von OpenAI investiert Amazon 12 Milliarden Dollar in den Aufbau von Rechenzentren im Nordwesten Louisianas. Das Projekt in den Bezirken Caddo und Bossier soll 540 Vollzeitstellen in den Rechenzentren selbst und weitere 1.710 Jobs in der Region schaffen. Bis zu 1.500 Bauarbeiter werden während der Errichtung beschäftigt.

Amazon stellt zusätzlich bis zu 400 Millionen Dollar für lokale Wasserinfrastruktur bereit und richtet einen Fonds von 250.000 Dollar für STEM-Bildung und Nachhaltigkeitsinitiativen ein. Das Projekt entwickelt Amazon gemeinsam mit STACK Infrastructure.

Die Louisiana-Investition reiht sich in eine Serie ähnlicher Ankündigungen ein: Im November 2025 sagte Amazon 15 Milliarden Dollar für Rechenzentren in Indiana zu, im selben Monat weitere 3 Milliarden für Mississippi. Hintergrund ist der geplante Kapitalaufwand von 200 Milliarden Dollar allein im Jahr 2026.

200 Milliarden Dollar – Anleger bleiben skeptisch

Die Aktie notiert aktuell bei 177,34 Euro und hat sich nach dem Kursrutsch im Februar etwas stabilisiert. Zwischen dem 2. und 13. Februar verlor Amazon laut CNBC über 450 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung – die schwerste Verlustserie seit 2006. Auslöser war die Ankündigung der 200 Milliarden Dollar Investitionen für 2026, fast 60 Prozent mehr als im Vorjahr und über 50 Milliarden über den Erwartungen der Wall Street.

Die Ratingagentur Moody's stufte Amazons Ausblick am 20. Februar von positiv auf stabil zurück, bestätigte aber das A1-Rating. Moody's verwies darauf, dass die aggressive Investitionsphase voraussichtlich die interne Cashflow-Generierung übersteigen wird und externe Finanzierungsquellen erforderlich machen könnte.

Bewährungsprobe für die KI-Strategie

Amazon steht exemplarisch für den KI-Wettlauf der Tech-Giganten. Laut CNBC könnten Alphabet, Microsoft, Meta und Amazon zusammen 700 Milliarden Dollar im Jahr 2026 investieren. Wedbush-Analysten schrieben nach den Quartalszahlen im Februar, Amazon befinde sich nun im "Prove-it-Modus" und müsse die Rendite der massiven Ausgaben unter Beweis stellen.

Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die parallele Strategie – strategische Beteiligungen wie bei OpenAI und eigene Infrastruktur-Offensive – die erhofften Erträge bringt.

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