Google hat diese Woche auf dem AI Impact Summit in Neu-Delhi die „America-India Connect"-Initiative vorgestellt – ein Infrastrukturprojekt, das die digitale Konnektivität zwischen den USA, Indien und der südlichen Hemisphäre massiv ausbauen soll. Das Herzstück: neue strategische Glasfaser-Unterseerouten über vier Kontinente hinweg. Alphabet-Chef Sundar Pichai persönlich präsentierte die Pläne, die auf einer kürzlich angekündigten Investition von 15 Milliarden Dollar über fünf Jahre in Indiens KI-Infrastruktur basieren.

Konkret plant Google einen neuen internationalen Unterwasser-Knotenpunkt in Visakhapatnam sowie drei weitere Verbindungen von Indien nach Singapur, Südafrika und Australien. Eine direkte Glasfaserverbindung von Vizag über Chennai nach Südafrika soll mit den bestehenden Equiano- und Nuvem-Kabelsystemen kombiniert werden. Das Ergebnis: eine redundante Hochkapazitätsroute von der US-Ostküste rund um Afrika bis nach Vizag. Parallel dazu entsteht eine Verbindung zwischen Mumbai und Westaustralien, die zusammen mit den TalayLink- und Honomoana-Systemen eine Südpazifik-Route von der US-Westküste über Australien nach Mumbai schafft.

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Deutschland springt auf KI-Zug auf

Parallel zum Google-Auftritt hat Bundesdigitalminister Karsten Wildberger am Rande des KI-Gipfels mit seinem indischen Amtskollegen Ashwini Vaishnaw einen „KI-Pakt" geschlossen. Die Vereinbarung sieht gemeinsame Initiativen in Industrie, Energie, Gesundheit und Landwirtschaft vor. Beide Länder wollen Anlaufstellen schaffen, um die Mobilität für indische Studierende und Fachkräfte zu erleichtern. Wildberger betonte, man fülle damit das frisch geschlossene Freihandelsabkommen zwischen EU und Indien mit Leben.

Neben der Infrastruktur-Offensive kündigte Google zwei Impact Challenges an: jeweils 30 Millionen Dollar für KI-Anwendungen im öffentlichen Sektor und für wissenschaftliche Durchbrüche. Google DeepMind geht zudem Partnerschaften mit indischen Regierungsstellen ein. Das Center for Climate Technology will mit dem Büro des Hauptwissenschaftlichen Beraters der indischen Regierung zusammenarbeiten.

Waymo unter Beobachtung

Während Google in Indien expandiert, gerät die Robotaxi-Tochter Waymo in den USA unter Druck. Senator Edward Markey und Abgeordneter Buddy Carter hinterfragen den Einsatz von rund 70 Remote-Assistenten weltweit – darunter auch Mitarbeiter auf den Philippinen. Waymo betonte in einem Blog-Beitrag am Dienstag, diese Mitarbeiter würden die Fahrzeuge nicht direkt steuern, sondern nur mit Rettungskräften koordinieren. Für komplexere Notfälle sei das Event Response Team ausschließlich in den USA stationiert. Der Konzern sah sich nach einem Vorfall Ende Januar zu Erklärungen gezwungen, als eines seiner 2.500 fahrerlosen Fahrzeuge ein Kind vor einer Grundschule in Santa Monica touchierte.

Für die Alphabet-Aktie könnten die Infrastruktur-Investitionen und die KI-Partnerschaften mittelfristig zusätzliches Wachstumspotenzial bedeuten – allerdings auf Kosten kurzfristiger Cashflows, wie es derzeit auch Amazon und andere Tech-Riesen erleben. Die Termine für die Google I/O 2026 wurden diese Woche ebenfalls fixiert, Details zu den dort erwarteten KI-Ankündigungen sind jedoch noch nicht bekannt.

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