Die Alphabet-Aktie geriet am Donnerstag unter Druck und verlor rund 5 Prozent. Paradox: Das Unternehmen hatte zuvor starke Quartalszahlen für Q4 2025 vorgelegt. Doch eine Zahl schreckte Investoren ab – die geplanten Investitionen für 2026.

Investitionsplan schockiert Wall Street

Alphabet kündigte an, die Ausgaben im laufenden Jahr auf bis zu 185 Milliarden Dollar nahezu zu verdoppeln. Der Großteil fließt in den Ausbau der KI-Infrastruktur. Analysten hatten mit deutlich geringeren Summen gerechnet.

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Die Reaktion war eindeutig: Trotz eines Rekordhochs am Dienstag drehte die Stimmung. Investoren fragen sich, ob die massiven KI-Investitionen des Tech-Konzerns tatsächlich kurzfristig Rendite abwerfen werden. Die Sorge: Hohe Ausgaben drücken die Margen, während der Return on Investment noch ungewiss bleibt.

Russ Mould, Investmentdirektor bei AJ Bell, brachte es auf den Punkt: Die Ergebnisse seien exzellent gewesen, aber die Erwartungen an diese Tech-Giganten seien mittlerweile so hoch, dass selbst starke Zahlen nicht mehr reichten. Jeder zusätzliche Cashflow werde sofort für neue Ausgaben eingeplant.

Profiteure der Ausgabenflut

Während Alphabet an der Börse unter Druck geriet, profitierten andere. Die Aktie von Broadcom legte rund 2 Prozent zu. Experten sehen den Chip-Hersteller als einen der Hauptnutznießer der angekündigten Investitionen. Die enormen Summen dürften zu einem erheblichen Teil in Hardware und Halbleiter fließen.

Der breitere Technologiesektor zeigte sich am Donnerstag schwach. Der Nasdaq 100 sackte um 1,7 Prozent ab und markierte den tiefsten Stand seit November. Neben Alphabet belasteten auch schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA die Stimmung. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war deutlich höher ausgefallen als erwartet.

Expansion bei Waymo

Abseits der Quartalszahlen treibt Alphabet sein Robotaxi-Geschäft voran. Die Tochter Waymo kündigte die Rückkehr nach Boston und die Expansion nach Sacramento an. In Sacramento starteten diese Woche erste Testfahrten mit den elektrischen Jaguar I-PACE-Fahrzeugen.

Vor dem Einsatz vollautonomer Fahrzeuge in Boston muss Massachusetts allerdings erst die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen. Waymo und Tesla drängten gemeinsam mit US-Senatoren den Kongress, entsprechende Gesetze zu beschleunigen. Hintergrund ist die wachsende Konkurrenz aus China, wo Unternehmen wie Baidu, Pony AI und WeRide massiv in autonome Fahrzeuge investieren.

Ob die Expansion bei Waymo kurzfristig Impulse für die Aktie liefert, bleibt abzuwarten. Vorerst dominiert die Debatte um die KI-Ausgaben das Bild.

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