Palantir Aktie: Chancen verpufft?
Palantir liefert im KI-Geschäft weiter kräftiges Wachstum – doch an der Börse kam das diese Woche nur begrenzt an. Statt Rückenwind nach starken Quartalszahlen prägten Gewinnmitnahmen, Bewertungsdebatten und ein wackliges Software-Sentiment das Bild. Genau diese Mischung erklärt, warum positive Nachrichten und ein nervöser Kursverlauf gleichzeitig auftreten konnten.
Starke Zahlen – aber „sell the news“
Die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025, die am Montag nach Börsenschluss veröffentlicht wurden, fielen operativ deutlich besser aus als viele erwartet hatten. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 70% auf 1,41 Mrd. US-Dollar. Besonders auffällig: Das US-Kommerzgeschäft wuchs um 137% – ein Segment, das Anleger als wichtigen Gradmesser für die Skalierung jenseits staatlicher Aufträge sehen. Auch beim Ergebnis lieferte Palantir: Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,25 US-Dollar und damit über den Konsensschätzungen.
Trotzdem setzte am Mittwoch eine deutliche Gegenbewegung ein. Analysten führen diese Reaktion vor allem auf einen klassischen „sell-the-news“-Effekt zurück: Nach dem Lauf in die Zahlen hinein werden Gewinne realisiert. Dazu kamen Sorgen über die hohe Bewertung und ein breiterer Abverkauf im Software-Sektor – also Gegenwind, der auch starke Einzelergebnisse überlagern kann.
Partnerschaft und Insiderverkauf sorgen für Nebengeräusche
In eine ohnehin nachrichtenreiche Woche fiel am Donnerstag zudem die Ankündigung einer strategischen Partnerschaft mit Cognizant. Ziel ist es, Palantirs Foundry- und KI-Plattformen mit Cognizants TriZetto-Plattform für den Gesundheitsbereich zu verbinden. Der Fokus: Modernisierung in Healthcare-Prozessen und darüber hinaus in weiteren Unternehmensabläufen.
Parallel tauchte eine Meldung zu einem Director-Verkauf auf: Lauren Elaina Friedman Stat veräußerte am Montag 400 Aktien – laut Unterlagen im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans. Das Volumen war klein, fiel aber zeitlich in eine Phase, in der Investoren ohnehin besonders sensibel auf alles reagieren, was die Bewertungsdiskussion berührt.
Wichtige Punkte der Woche im Überblick:
- Q4-Umsatz: 1,41 Mrd. US-Dollar (+70% YoY)
- US-Kommerzgeschäft: +137% YoY
- Bereinigtes EPS: 0,25 US-Dollar (über Erwartung)
- Neue Partnerschaft: Cognizant (Healthcare/Enterprise-Integration)
- Insider-Transaktion: Director-Verkauf von 400 Aktien (Planverkauf)
Analysten ziehen an – der Markt bleibt skeptisch
Nach den Zahlen wurde Palantir von mehreren Häusern aufgewertet. HSBC stufte am Dienstag auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel auf 205 US-Dollar an. Baird ging ebenfalls auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 200 US-Dollar und verwies dabei unter anderem auf starken Free Cashflow und die Positionierung im KI-Markt.
Doch warum bleibt die Aktie trotzdem so sprunghaft? Weil sich hier zwei Kräfte gegenüberstehen: Auf der einen Seite beschleunigtes Wachstum und Rückenwind aus KI-Projekten, auf der anderen Seite ein Markt, der hohe Bewertungen im Softwarebereich derzeit besonders streng abklopft.
Kursseitig unterstreicht das die Entwicklung der letzten Wochen: Mit 110,00 € zum gestrigen Schluss liegt die Aktie auf 30-Tage-Sicht rund 30% im Minus – ein klares Zeichen, wie stark die Bewertungs- und Sektorrotation diese Story aktuell überlagern. In den nächsten Tagen dürfte entscheidend bleiben, ob weitere Aufträge und Partnerschaften das operative Momentum untermauern – oder ob die Diskussion um Bewertung und Software-Sentiment den Takt vorgibt.
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