Alphabet liefert Rekordgewinne – und wird trotzdem abgestraft. Die Google-Mutter präsentierte am Mittwochabend starke Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025, doch die Aktie knickte nachbörslich zunächst um bis zu 14 Prozent ein. Der Grund: Die Investitionspläne für künstliche Intelligenz sprengen alle Erwartungen.

Der Konzern will 2026 zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur pumpen – Rechenzentren, Chips, Modelle. Die Wall Street hatte nur mit rund 119,5 Milliarden Dollar gerechnet. „Es gibt nur 59 andere Unternehmen im S&P 500, die Alphabet mit diesen 180 Milliarden Dollar nicht kaufen könnte", kommentierte Bespoke Investment Group auf X.

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Wilde Schwankungen nach Zahlen

Die Aktie lief regelrecht heiß: Nach dem anfänglichen Absturz drehte das Papier komplett, kletterte zwischenzeitlich sogar ins Plus, nur um anschließend erneut ins Minus zu rutschen. Zuletzt stand ein Minus von 2,6 Prozent auf der Kurstafel bei 339,76 Dollar.

Das operative Geschäft hätte eigentlich für Jubel sorgen können. Der Gewinn im vierten Quartal 2025 kletterte auf 34,45 Milliarden Dollar oder 2,82 Dollar je Aktie – deutlich über den erwarteten 2,64 Dollar. Der Umsatz legte um 18 Prozent auf 113,82 Milliarden Dollar zu, auch das über den Schätzungen von 111,12 Milliarden Dollar.

Für das Gesamtjahr 2025 knackte Alphabet erstmals die 400-Milliarden-Dollar-Marke beim Umsatz: 402,8 Milliarden Dollar standen zu Buche, der Nettogewinn erreichte 132,2 Milliarden Dollar oder 10,81 Dollar je Aktie.

Gemini 3 als Hoffnungsträger

CEO Sundar Pichai zeigte sich euphorisch: „Es war ein großartiges Quartal für Alphabet. Der Launch von Gemini 3 war ein wichtiger Meilenstein und wir haben enormen Schwung." Die hauseigenen KI-Modelle verarbeiten inzwischen über 10 Milliarden Tokens pro Minute über direkten API-Zugriff. Die Gemini-App kommt auf über 750 Millionen monatlich aktive Nutzer.

Die Werbeeinnahmen, nach wie vor Alphabets Hauptgeschäft, entwickelten sich solide. Die Suchmaschine verzeichnete Rekordnutzung, angetrieben durch KI-Funktionen.

Doch genau diese KI-Offensive wird zum zweischneidigen Schwert. Die Tech-Branche steht derzeit massiv unter Druck. Anleger rotieren aus Software-Aktien heraus, getrieben von Sorgen über überhöhte Bewertungen und die disruptive Wirkung von KI auf etablierte Geschäftsmodelle. Der Nasdaq Composite verlor am Mittwoch 1,5 Prozent, der S&P 500 gab 0,5 Prozent nach.

Alphabet hatte sich zuletzt als Outperformer unter den Magnificent 7 hervorgetan: Die Aktie schoss 2025 um 65,3 Prozent nach oben – der beste Wert der Gruppe. Auch 2026 liegt das Papier bislang 8,5 Prozent im Plus. Nun zeigt sich, wie nervös der Markt auf die gewaltigen Kapitalausgaben reagiert, die kurz- bis mittelfristig auf die Margen drücken könnten.

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