Alphabet Aktie: KI-Offensive schockt Anleger
Die Google-Mutter hat mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen – dennoch tauchte die Aktie nachbörslich zeitweise um bis zu sechs Prozent ab. Der Grund: Alphabet plant für 2026 gigantische Investitionen von bis zu 185 Milliarden Dollar. Das ist doppelt so viel wie im Vorjahr und deutlich mehr, als Analysten auf dem Zettel hatten.
Das vierte Quartal 2025 lief auf den ersten Blick rund: Der Gewinn je Aktie kletterte auf 2,82 Dollar, während die Wall Street lediglich 2,63 Dollar erwartet hatte. Auch beim Umsatz übertraf Alphabet mit 113,83 Milliarden Dollar die Prognosen von 111,32 Milliarden Dollar. Über das gesamte Jahr 2025 hinweg setzte der Konzern 402,84 Milliarden Dollar um – ein Plus von über 50 Milliarden Dollar gegenüber 2024.
Werbegeschäft läuft weiter auf Hochtouren
Das Herzstück des Geschäfts – die Werbung – wuchs im Schlussquartal um 13,5 Prozent auf 82,3 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 34,5 Milliarden Dollar hängen, knapp 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Sorge, dass KI-gestützte Suchergebnisse das traditionelle Anzeigengeschäft kannibalisieren könnten, erwies sich bislang als unbegründet. Google-Chef Sundar Pichai betonte in der Analystenschalte, dass KI-Antworten die Nutzung sogar erhöhen: Nutzer stellen mehr Folgefragen und verwenden die Suchmaschine intensiver.
Ein Detail am Rande: Apple hat sich für Googles KI-Modelle hinter Gemini als Basis für die neue Siri-Version entschieden und Google als bevorzugten Cloud-Anbieter auserkoren. Die Gemini-App allein kommt mittlerweile auf 750 Millionen monatliche Nutzer.
Was den Google-Chef nachts wachhält
Die angekündigten Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar für 2026 stellen selbst Meta in den Schatten, das zuletzt 115 bis 135 Milliarden Dollar in Aussicht stellte. Das Geld dürfte hauptsächlich in KI-Rechenzentren fließen. Doch Pichai gab in der Telefonkonferenz zu, was ihn nachts nicht schlafen lässt: Computer-Kapazität. Engpässe bei Energie, verfügbaren Flächen und Bauteilen bereiten dem Management Kopfzerbrechen. Die weltweite Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren treibt die Preise in die Höhe.
Die Ansage zeigt Wirkung – allerdings nicht bei Alphabet selbst. Chip-Hersteller wie Nvidia legten nachbörslich um fast zwei Prozent zu, Broadcom kletterte sogar um über sechs Prozent. Für die Alphabet-Aktie hingegen bedeutete die Ausgabenoffensive zunächst einen Dämpfer. Nach anfänglichen Verlusten von über sechs Prozent konnte sich das Papier auf ein Minus von 0,4 Prozent bei 331,71 Dollar stabilisieren.
Damit setzt sich ein Muster fort, das derzeit die gesamte Tech-Branche belastet: Investoren rotieren aus den großen Technologiewerten in zyklische Aktien. Seit dem 28. Januar wurden rund 830 Milliarden Dollar an Börsenwert in diesem Sektor vernichtet. Die explodierenden Kosten für KI-Investitionen machen nervös – auch wenn Alphabet mit seinen soliden Quartalszahlen bewiesen hat, dass das Geld dafür reichlich fließt.
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