SAP Aktie: Jahresbericht vorgestellt
Nach dem massiven Kursverfall der vergangenen Wochen setzt SAP ein deutliches Zeichen des Vertrauens. Der Softwarekonzern startet die erste Tranche eines umfangreichen Aktienrückkaufprogramms, um dem Absturz entgegenzuwirken. Doch kann diese finanzielle Kraftanstrengung die verunsicherten Anleger beruhigen, nachdem der Ausblick zuletzt enttäuschte?
- Rückkauf gestartet: Erste Tranche umfasst bis zu 2,6 Milliarden Euro bis Juli 2026.
- Gesamtvolumen: Bis 2027 sollen eigene Anteile für insgesamt 10 Milliarden Euro erworben werden.
- Fundamental robust: Cloud-Umsatz legte 2025 um 23 Prozent zu, der Nettogewinn hat sich mehr als verdoppelt.
- Marktlage: Die Aktie notiert mit 170,48 Euro in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief.
Die Details der Gegenoffensive
Der Walldorfer Konzern macht ernst: Seit dem gestrigen 5. Februar läuft der Rückkauf eigener Aktien. In einem ersten Schritt investiert das Unternehmen bis zum 27. Juli 2026 bis zu 2,6 Milliarden Euro. Dies entspricht auf dem aktuellen Kursniveau etwa 1,27 Prozent des Grundkapitals. Diese Maßnahme ist Teil eines größeren Plans, bis Ende 2027 insgesamt 10 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückzugeben.
Historisch gesehen ist dies eine logische Fortsetzung der Kapitalstrategie. Bereits zwischen 2020 und 2025 investierte SAP rund 8 Milliarden Euro in eigene Papiere. Der jetzige Zeitpunkt erscheint jedoch bewusst gewählt, da der Kurs allein in den letzten 30 Tagen um über 18 Prozent eingebrochen ist.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Börsenbewertung ist derzeit eklatant. Die Bilanz für 2025 zeigt ein kerngesundes Wachstum: Der Cloud-Umsatz kletterte währungsbereinigt um 26 Prozent, das Betriebsergebnis (IFRS) verdoppelte sich sogar auf 9,83 Milliarden Euro. Besonders das Thema Künstliche Intelligenz entfaltet Zugkraft. Laut Management enthielten im vierten Quartal bereits zwei Drittel der Cloud-Aufträge "SAP Business AI"-Komponenten.
Dennoch reagierte der Markt auf die Zahlenvorlage Ende Januar mit massiven Abverkäufen. Der Grund liegt in der Zukunftsmusik: Der Ausblick für 2026 blieb hinter den hohen Erwartungen der Analysten zurück. Zudem belasten branchenweite Sorgen, dass neue KI-Modelle etablierte Softwareanbieter langfristig unter Druck setzen könnten.
Charttechnik: Boden gesucht
Die technische Verfassung der Aktie bleibt trotz der guten fundamentalen Daten kritisch. Mit einem Schlusskurs von 170,48 Euro notiert das Papier fast 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Februar 2025. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief beträgt nur noch rund 3,5 Prozent. Der Aktienrückkauf fungiert in dieser Situation als künstliche Nachfrage, die den Kurs stabilisieren soll.
Die Unternehmensführung hält indes an ihrer langfristigen Strategie fest. Trotz einer prognostizierten leichten Verlangsamung im Auftragsbestand (Backlog) erwartet SAP bis 2027 eine Beschleunigung des Gesamtumsatzwachstums. Neukunden wie BioNTech oder Lockheed Martin unterstreichen die Wettbewerbsfähigkeit der Walldorfer.
Das laufende Rückkaufprogramm bietet nun eine wichtige psychologische und technische Stütze. Für eine nachhaltige Trendwende müssen Anleger jedoch darauf vertrauen, dass die konservative Prognose für 2026 lediglich eine vorsichtige Schätzung und kein Warnsignal für strukturelle Probleme ist.
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