Alphabet baut seine Infrastruktur massiv aus, doch an der Börse herrscht aktuell Katerstimmung. Während die Aktie auf Monatssicht rund 20 Prozent an Wert eingebüßt hat, treibt CEO Sundar Pichai die langfristige KI-Strategie unbeirrt voran. Mit neuen Unterseekabeln und Rechenzentren will der Konzern die physische Basis für künftige KI-Dienste sichern – ungeachtet der kurzfristigen Kursschwäche und der starken Konkurrenz.

Das "America-India Connect"-Projekt

Kern der am Donnerstag auf dem "India AI Impact Summit" vorgestellten Initiative ist der Bau umfangreicher Unterseekabelsysteme. Diese sollen Indien direkt mit den Vereinigten Staaten und anderen wichtigen Wirtschaftszonen verbinden. Pichai skizzierte Pläne, die Küstenstadt Visakhapatnam in einen zentralen Knotenpunkt für den globalen Datenverkehr zu verwandeln.

Das Projekt umfasst drei neue Unterseekabelpfade nach Singapur, Südafrika und Australien sowie vier strategische Glasfaserrouten. Ziel dieser Maßnahmen ist eine massive Erhöhung der Bandbreite und eine Reduzierung der Latenzzeiten. Beides sind kritische Faktoren, um komplexe KI-Modelle und Cloud-Dienste weltweit effizient betreiben zu können. Die Infrastruktur-Offensive untermauert eine breitere Investitionszusage von 15 Milliarden Dollar in der Region.

Infrastruktur als KI-Rückgrat

Das Management betonte während des Gipfels, dass eine robuste Infrastruktur die Grundvoraussetzung sei, um eine "digitale KI-Kluft" zu vermeiden. Der neue Gateway in Visakhapatnam soll Rechenzentrumskapazitäten im Gigawatt-Maßstab umfassen. Pichai verwies darauf, dass Tools wie AlphaFold oder KI-gestützte Wettervorhersagen bereits Millionen von Nutzern erreichen und ein widerstandsfähiges physisches Rückgrat erfordern.

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Gleichzeitig kündigte das Unternehmen eine Partnerschaft mit Udemy an. Das Programm "Learn AI with Google" soll das Google AI Professional Certificate für Millionen von Lernenden zugänglich machen und so dem Fachkräftemangel im Sektor entgegenwirken.

Konkurrenzdruck belastet Kurs

Trotz dieser strategischen Weichenstellungen reagierte die Alphabet-Aktie verhalten und notiert aktuell bei rund 256,60 Euro. Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung liegt im Wettbewerbsumfeld: Zeitgleich zogen Ankündigungen von Meta Platforms und Nvidia über eine vertiefte Partnerschaft bei der KI-Chip-Infrastruktur die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich.

Analystenhäuser wie JP Morgan und Tigress Financial bewerten die Entwicklung dennoch positiv. Sie haben ihre Kursziele kürzlich nach oben angepasst und verweisen auf den starken Auftragsbestand im Cloud-Bereich sowie die strategische Notwendigkeit der hohen Investitionsausgaben (Capex), um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die Marschrichtung ist eindeutig: Alphabet nimmt kurzfristig hohe Kosten in Kauf, um im KI-Wettlauf nicht den Anschluss zu verlieren. Angesichts der aktuellen Korrekturphase liegt der Fokus der Anleger nun darauf, wann diese massiven Infrastruktur-Investitionen in messbares Cloud-Wachstum umschlagen.

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