Alphabet Aktie: Eindrucksvolle Performance
Alphabet liefert Anlegern gerade das, was nach den zuletzt diskutierten Mega-Investitionen in KI entscheidend ist: greifbare Produkte und klare Partnerschaften. Mit dem neuen Modell Gemini 3.1 Pro und einem Deal mit Sea Ltd. rückt die Monetarisierung der KI-Ausgaben wieder in den Vordergrund. Und genau das hat dem Markt am Freitag sichtbar geholfen.
Zwei Impulse: Gemini 3.1 Pro und Sea-Deal
Google hat Gemini 3.1 Pro am 19. Februar in einer öffentlichen Vorschau für Unternehmen und Entwickler verfügbar gemacht. Der Fokus liegt auf Enterprise-Workflows – also Anwendungen, mit denen sich KI direkt in bezahlte Geschäftsprozesse übersetzen lässt. Das ist ein wichtiger Punkt, weil Alphabet damit zeigt, dass KI nicht nur Forschung bleibt, sondern in Produkte wandert, die Firmen tatsächlich einsetzen.
Am selben Tag folgte die zweite Nachricht: eine strategische KI-Partnerschaft mit dem südostasiatischen Konzern Sea Ltd. Im Zentrum stehen „agentische“ KI-Tools – Systeme, die nicht nur Antworten liefern, sondern Aufgaben eigenständig ausführen sollen. Konkret will Google KI-Shopping-Agenten für Seas E-Commerce-Plattform Shopee entwickeln, die laut Bericht rund 52% Marktanteil in Südostasien hält. Die Kooperation umfasst zudem Garena (Gaming) und Seas Fintech-Sparte Monee.
Die entscheidende Frage dabei: Warum reagiert der Markt so positiv? Weil Partnerschaften wie diese den Weg von der teuren KI-Infrastruktur hin zu neuen, wiederkehrenden Erlösen kürzer und nachvollziehbarer machen.
Starke Zahlen – aber CapEx als Reizthema
Der Kursimpuls trifft auf einen grundsätzlich robusten operativen Hintergrund. Für das vierte Quartal 2025 meldete Alphabet Anfang Februar 18% Umsatzwachstum auf 113,83 Mrd. US-Dollar. Im Gesamtjahr überschritt der Konzern erstmals die Marke von 400 Mrd. US-Dollar Umsatz (402,8 Mrd. US-Dollar). Besonders auffällig: Google Cloud legte im Quartal um 48% auf 17,7 Mrd. US-Dollar zu. Beim Gewinn je Aktie lag Alphabet mit 2,82 US-Dollar über der Konsensschätzung von rund 2,62 US-Dollar.
Trotzdem blieb ein Thema schwer verdaulich: die Investitionspläne. Für 2026 stellte Alphabet Kapitalausgaben von 175 bis 185 Mrd. US-Dollar in Aussicht – fast doppelt so viel wie 2025 (91,45 Mrd. US-Dollar) und deutlich über den zuvor genannten Markterwartungen von etwa 115 Mrd. US-Dollar. Kein Wunder also, dass das den Kurs zwischenzeitlich gebremst hatte: Solche Summen erhöhen den Druck, schnell sichtbare Erträge zu liefern.
Finanzierung über Anleihen – Nachfrage als Signal
Um den Ausbau von Rechenleistung, Rechenzentren und Netzwerktechnik zu stemmen, platzierte Alphabet laut Bericht am 10. Februar eine globale Anleiheemission von über 30 Mrd. US-Dollar. Ursprünglich waren rund 20 Mrd. US-Dollar angepeilt, das Volumen wurde wegen hoher Nachfrage aufgestockt. Nach einer weiteren Bond-Emission über 25 Mrd. US-Dollar im November 2025 lag die langfristige Verschuldung Ende 2025 demnach bei 46,5 Mrd. US-Dollar.
Am Aktienmarkt war am Freitag vor allem der Stimmungsumschwung sichtbar: Mit dem Schlusskurs von 267,40 Euro legte die Aktie 3,91% zu. Inhaltlich dahinter steht vor allem die Hoffnung, dass die teuren KI-Pläne nicht nur Kosten produzieren, sondern zunehmend in Produkte, Partner-Ökosysteme und Umsatzkanäle münden.
Im Kalender ist der nächste Fixpunkt bereits absehbar: Die nächsten Quartalszahlen werden im Quelltext für 23. April 2026 genannt (allerdings als unbestätigter Termin). Bis dahin dürfte sich alles an derselben Messlatte entscheiden – ob Alphabet rund um Gemini und Cloud weiter zeigen kann, dass aus Infrastruktur auch Wachstum wird.
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