Almonty Industries hat in der vergangenen Woche seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt und dabei ein gemischtes Bild gezeichnet. Während die Umsätze dank rasant steigender Wolframpreise deutlich kletterten, sorgte ein massiver Kostensprung auf den ersten Blick für Ernüchterung. Mehrere Analysten ließen sich davon allerdings nicht beirren und bekräftigten ihre Kaufempfehlungen mit teils deutlich höheren Kurszielen.

Umsatzwachstum und Kostensprung

Im vierten Quartal 2025 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf 8,7 Millionen Kanadische Dollar (CAD). Für das Gesamtjahr stand ein Plus von 13 Prozent auf 32,5 Millionen CAD in den Büchern. Treiber dieser Entwicklung war ein extremer Anstieg der Spotpreise für Wolfram-APT, die sich auf Jahressicht mehr als verfünffachten.

Gleichzeitig zogen die allgemeinen und administrativen Kosten stark an. Auf Jahressicht verdreifachten sich diese Ausgaben nahezu auf 20,5 Millionen CAD. Das bereinigte EBITDA rutschte infolgedessen auf einen Verlust von 17,1 Millionen CAD ab. Die reinen Zahlen legen nahe, dass der laufende Minenbetrieb die Verwaltungskosten aktuell nicht deckt.

Buchhalterische Effekte verzerren das Bild

Finanzchef Brian Fox lieferte umgehend eine Erklärung für die hohen Ausgaben. Ein Großteil des Kostenanstiegs resultiert aus nicht liquiditätswirksamen buchhalterischen Effekten. Da der Aktienkurs von Almonty im Jahr 2025 stark gestiegen ist, mussten bestimmte Finanzinstrumente nach IFRS-Standards neu bewertet werden.

Rechnet man diese Sondereffekte heraus, entsprachen die operativen Ergebnisse den Erwartungen. Zusätzlich verschob sich die Erfassung von Umsätzen in Höhe von 3,1 Millionen CAD in das erste Quartal 2026, da sich Auslieferungen von Konzentrat verzögerten.

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Wall Street blickt auf Südkorea

Trotz des optisch schwachen Ergebnisses reagierten mehrere Investmentbanken Ende der Woche positiv. Sie stützen ihre Zuversicht primär auf den bevorstehenden kommerziellen Hochlauf der Sangdong-Mine in Südkorea. Folgende Kursziele wurden in den vergangenen Tagen aktualisiert:

  • D.A. Davidson: Kaufempfehlung bestätigt, Kursziel auf 25,00 US-Dollar angehoben.
  • Alliance Global Partners: Kaufempfehlung bestätigt, Kursziel von 14,00 auf 19,25 US-Dollar erhöht.
  • Oppenheimer: "Outperform"-Rating bestätigt, Kursziel auf 19,00 US-Dollar angehoben.

Die Analysten verweisen auf einen drohenden Angebotsengpass am Wolframmarkt. Alliance Global Partners hob beispielsweise seine langfristigen Preisprognosen für Wolfram deutlich an, auch wenn diese noch unter den aktuellen Spotpreisen liegen.

Solide Kasse für den Produktionsstart

Die erste Ausbaustufe der Sangdong-Mine ist mittlerweile in Betrieb und soll im zweiten Quartal 2026 ihre anfängliche Nennkapazität erreichen. Um diesen entscheidenden Schritt zu finanzieren, hat Almonty vorgesorgt. Nach einer Kapitalerhöhung im Dezember 2025 verfügte das Unternehmen zum Jahreswechsel über liquide Mittel in Höhe von rund 268 Millionen CAD. Ein kurzfristiges Finanzierungsrisiko ist damit vom Tisch.

In den kommenden Monaten verlagert sich der Fokus der Investoren vollständig auf die Produktionsdaten aus Südkorea. Das Erreichen der geplanten Kapazitäten im laufenden Jahr ist die Grundvoraussetzung, um die Wachstumsstrategie zu bestätigen. Ein regulatorischer Rückenwind spielt Almonty dabei in die Karten: Ab 2027 verbieten die USA den Import von chinesischem Wolfram für Rüstungsgüter. Dies öffnet ein klares Zeitfenster für das Unternehmen, sich als zentraler Lieferant für westliche Märkte zu etablieren.

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