Tim Cook war diese Woche persönlich in China — und das aus gutem Grund. Während der CEO in Chengdu Apples 50-jähriges Jubiläum feierte und in Peking mit Handelsminister Wang Wentao zusammentraf, lieferten die Verkaufszahlen aus dem Reich der Mitte das stärkste Argument für seinen Besuch.

iPhone-Boom trotz schwachem Markt

iPhone-Verkäufe in China stiegen in den ersten neun Wochen des Jahres 2026 um 23 Prozent — obwohl der chinesische Smartphone-Markt insgesamt um vier Prozent schrumpfte. Möglich wurde das durch eine Kombination aus staatlichen Eintauschprämien, die das iPhone 17 abdeckten, und steigenden Preisen bei Android-Konkurrenten wie Oppo und Vivo, die durch höhere Speicherchip-Kosten unter Druck geraten sind. Apple nutzte den Spielraum und hielt die eigenen Preise stabil.

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Im jüngsten Quartal kletterten die Umsätze in Greater China auf 25,5 Milliarden Dollar — ein Plus von 38 Prozent.

Flankiert wurde Cooks Besuch von einer regulatorischen Geste: Seit dem 15. März gilt in China eine gesenkte App-Store-Provision. Der Standardsatz fiel von 30 auf 25 Prozent, für kleine Entwickler und Mini-App-Anbieter von 15 auf 12 Prozent. Die Änderung folgte auf monatelange Gespräche mit chinesischen Wettbewerbsbehörden.

MacBook Neo: Rekordstart im Einstiegssegment

Gleichzeitig meldete Cook die „beste Launch-Woche aller Zeiten für Erstkäufer" beim Mac. Das MacBook Neo, seit dem 11. März erhältlich, kostet ab 599 Dollar — für Studenten sogar ab 499 Dollar. Es ist das erste Mac-Gerät mit einem iPhone-Chip: dem A18 Pro, der 2024 im iPhone 16 Pro debütierte.

Das Gerät zielt direkt auf Microsofts Kerngeschäft im Sub-600-Dollar-Segment. Dass der MacBook Neo im Apple Store derzeit ausverkauft ist und Lieferzeiten von zwei bis drei Wochen aufruft, spricht für eine starke Nachfrage.

Im März brachte Apple insgesamt acht neue Produkte auf den Markt, darunter das iPhone 17e, neue iPad-Air-Modelle mit M4-Chip sowie MacBook-Air- und MacBook-Pro-Varianten mit M5-Chips.

Starke Basis, aber Gegenwind bleibt

Im ersten Fiskalquartal 2026 erzielte Apple einen Rekordumsatz von 143,8 Milliarden Dollar bei einem verwässerten Gewinn je Aktie von 2,84 Dollar. Die Fundamentaldaten sind solide — dennoch notiert die Aktie seit Jahresbeginn rund sieben Prozent im Minus und liegt damit unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts.

36 von Analysten abgedeckte Stimmen vergeben im Schnitt ein „Moderate Buy" mit einem Kursziel von 297,58 Dollar. Als entscheidende Variablen nennen sie den KI-Hardware-Zyklus, den Fortschritt bei Siri sowie das makroökonomische Umfeld — Faktoren, die auch Cooks Chinabesuch nicht auflösen konnte, aber zumindest nicht verschlechtert hat.

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