Almonty Aktie: Zukunftsvisionen vorgestellt
Die Zahlen für 2025 erzählen bei Almonty Industries zwei Geschichten gleichzeitig — und der Markt hat am Donnerstag vor allem eine davon gelesen. Ein Kursrückgang von 13,55 % folgte auf die Veröffentlichung der Jahreszahlen, obwohl der Wolframpreis explodiert ist und das Flaggschiff-Projekt in Südkorea offiziell in Betrieb gegangen ist. Der Grund für die Skepsis liegt in den Kosten.
Umsatz wächst, Ausgaben noch schneller
Der Jahresumsatz stieg 2025 um 13 % auf 32,5 Millionen Kanadische Dollar — getragen vom Wolframpreis, der im Zwölfmonatsdurchschnitt um 534 % auf 2.250 US-Dollar je MTU anzog. Das ist ein außergewöhnlicher Rückenwind.
Allerdings stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten im Gesamtjahr von 6,2 auf 20,5 Millionen Kanadische Dollar. Allein im vierten Quartal lagen sie bei 9,4 Millionen — gegenüber 1,8 Millionen im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich waren vor allem Rechtskosten im Zusammenhang mit dem Dezember-Börsengang und einer außerordentlichen Hauptversammlung im September 2025. Zusätzlich belasteten nicht zahlungswirksame Bewertungseffekte auf Finanzinstrumente das Ergebnis, ausgelöst durch den starken Kursanstieg der Aktie im Jahresverlauf.
Bereinigt um diese Sondereffekte entwickelten sich die operativen Ergebnisse laut Unternehmensangaben im Rahmen der Erwartungen.
Sangdong läuft — Phase 2 folgt 2027
Parallel zu den Zahlen gab es einen strategisch bedeutsamen Schritt: Die Sangdong-Mine in Südkorea hat den Betrieb aufgenommen. Erstes Erz wurde im Dezember 2025 gefördert, die offizielle Inbetriebnahme fand am 17. März 2026 statt. Die Aufbereitungsanlage ist auf rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt und soll etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat liefern.
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Eine geplante Phase-2-Erweiterung soll 2027 die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln und die Wolframproduktion auf rund 4.600 Tonnen jährlich steigern. Bei Vollauslastung würde Sangdong etwa 40 % der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken — ein Markt, der angesichts chinesischer Exportkontrollen und westlicher Beschaffungsrichtlinien zunehmend strategische Bedeutung gewinnt.
Begleitet wurde die Inbetriebnahme von vier Änderungsvereinbarungen zu einem besicherten Darlehen über 75,1 Millionen US-Dollar für Almonty Korea Tungsten Corp. Analysten sehen darin eine erhöhte Finanzierungsflexibilität für den Hochlauf der Mine.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz des Kursrückgangs am Donnerstag reagierten die Analysten konstruktiv auf die Jahreszahlen:
- B. Riley Financial erhöhte das Kursziel von 17 auf 23 US-Dollar, Rating: „Buy"
- Oppenheimer hob das Ziel von 16 auf 19 US-Dollar an, Rating: „Outperform"
- DA Davidson bestätigte „Buy" mit einem Kursziel von 25 US-Dollar
Die Bilanz hat sich durch zwei Kapitalmaßnahmen deutlich gestärkt: Ein US-Börsengang im Juli 2025 brachte 90 Millionen US-Dollar, ein weiterer Aktienverkauf im Dezember 2025 zusätzliche 129,4 Millionen. Per Jahresende lagen die liquiden Mittel bei 268,4 Millionen Kanadischen Dollar.
Die erhöhten Kosten des Jahres 2025 spiegeln damit vor allem den Preis des Aufbaus wider — ein Aufbau, dessen operative Früchte ab 2026 zunehmend in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sichtbar werden sollten.
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