Almonty Industries Aktie: Kosten fressen Wachstum
Steigende Wolfram-Preise, eine fast leere Kasse, die sich über Nacht in ein 268-Millionen-Dollar-Polster verwandelt hat, und gleichzeitig explodierende Verwaltungskosten: Die Jahreszahlen 2025 von Almonty Industries erzählen zwei Geschichten gleichzeitig. Gestern reagierte die Aktie mit einem Kursrückgang von 13,55%.
Umsatz steigt – Kosten steigen schneller
Der Umsatz legte im Gesamtjahr 2025 um 13% auf 32,5 Millionen Kanadische Dollar zu. Im vierten Quartal allein betrug das Plus 39% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Treiber war nicht etwa die neue Sangdong-Mine in Südkorea, sondern der Preisanstieg beim Wolfram-Zwischenprodukt APT: Der gleitende Zwölfmonatsdurchschnitt kletterte auf 2.250 US-Dollar je MTU – ein Plus von 534%. Hintergrund ist Chinas Dominanz im Wolfram-Markt, wo das Land rund 88% der weltweiten Produktion kontrolliert und zuletzt die Exportbeschränkungen verschärft hat.
Die Kostenseite hielt mit dem Umsatzwachstum nicht nur Schritt, sie überholte es deutlich. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Gesamtjahr von 6,2 auf 20,5 Millionen Kanadische Dollar – mehr als eine Verdreifachung. Das bereinigte EBITDA fiel auf minus 17,1 Millionen Dollar, ein Rückgang von 452% gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kam ein nicht zahlungswirksamer Buchverlust von 87,3 Millionen Dollar aus der Neubewertung von Wandelanleihe-Derivaten, ausgelöst durch den Kursanstieg der Almonty-Aktie von 1,36 auf 12,07 Kanadische Dollar im Jahresverlauf 2025. Auf Liquidität oder operatives Geschäft hat diese Bilanzposition keinen Einfluss.
Kriegskasse für den Hochlauf
Trotz der operativen Verluste steht Almonty finanziell solide da. Die Kassenposition wuchs von 7,8 Millionen auf 268,4 Millionen Kanadische Dollar – gespeist durch Kapitalerhöhungen mit einem Bruttoerlös von 219 Millionen Dollar. Kurzfristige Liquiditätsrisiken bestehen damit nicht.
Das Kapital soll den Hochlauf der Sangdong-Mine finanzieren. Phase 1 ist bereits in Betrieb und auf eine jährliche Verarbeitungskapazität von 640.000 Tonnen Erz ausgelegt, was rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat pro Jahr ergibt. Eine geplante Phase-2-Erweiterung soll 2027 die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln. Bei Vollauslastung könnte Sangdong rund 40% der globalen Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken.
Drei Standbeine, ein Zeitplan
Das Portfolio wächst über Südkorea hinaus. In Portugal läuft ein umfangreiches Bohrprogramm an der Panasqueira-Mine, das tiefere und erzreichere Schichten erschließen soll. In den USA erwarb Almonty 100% des Gentung Browns Lake Wolframprojekts im US-Bundesstaat Montana mit einem Mineralressourcen von 7,53 Millionen Tonnen bei einem Wolframtrioxid-Gehalt von 0,315%. Die Produktionsreife wird für die zweite Jahreshälfte 2026 angepeilt, mit einer erwarteten Anfangskapazität von rund 140.000 Tonneneinheiten pro Jahr.
Auch auf Investorenseite hat sich das Bild verändert: Van Eck Associates erhöhte seine Position im vierten Quartal um 13.295% auf rund 11,2 Millionen Aktien, Encompass Capital Advisors und Next Century Growth Investors eröffneten neue Positionen im Wert von 25,6 bzw. 16,3 Millionen US-Dollar.
Am 26. März 2026 veröffentlicht Almonty die Quartalszahlen für Q1 2026 – erstmals mit konkreten Finanzdaten, die sowohl den historisch hohen APT-Preis als auch die ersten Erlöse aus Sangdong widerspiegeln werden.
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