Almonty profitiert gerade von einer seltenen Kombination aus Markt- und Unternehmensfaktoren: China schränkt Wolfram-Exporte stärker ein, während das Sangdong-Projekt in Südkorea in die kommerzielle Produktion hochfährt. Dazu kommt Rückenwind von mehreren Analystenhäusern, die ihre Bewertungen und Kursziele deutlich angehoben haben. Kann das nächste Zahlenwerk diese neue Erwartungshaltung untermauern?

Am Freitag erreichte die Aktie an der TSX ein neues 52-Wochen-Hoch bei 25,27 C$ und schloss bei 25,17 C$. In neun der zehn vorherigen Handelstage ging es nach oben – über zwei Wochen summierte sich das Plus auf rund 45%. Heute setzte sich die Bewegung fort: Zuletzt lag der Kurs bei 27,97 C$, mit einer Tagesspanne von 26,12 bis 28,40 C$.

Wolfram: Angebot wird zum Engpass

Der Treiber sitzt vor allem auf der Angebotsseite. China, dem laut Bericht rund 75–80% der globalen Versorgung zugerechnet werden, zog die Exportkontrollen Ende 2025 deutlich an. BMO Capital Markets schrieb, dass bestimmte chinesische Wolfram-Exporte in dieser Phase zeitweise komplett zum Stillstand kamen.

Die Folgen zeigten sich schnell im Preis: Wolfram legte 2025 um mehr als 160% zu und stieg auch in den ersten Wochen 2026 weiter. BMO sieht für 2026 keine Entspannung auf der Angebotsseite, weil Lagerbestände abgebaut werden. CEO Lewis Black sprach zuletzt von einer „realen, legitimen Angebotsknappheit“ und betonte, dass Kunden die höheren Preise aktuell akzeptieren.

Zusätzliche Dynamik kommt aus den USA: Ein geplantes Verbot des US-Verteidigungsministeriums für Wolfram aus China, Russland oder Nordkorea soll am 1. Januar 2027 greifen. Das erhöht den Druck, Lieferketten frühzeitig zu diversifizieren.

Sangdong als operative Schlüsselstelle

Operativ ist Sangdong der zentrale Meilenstein. Almonty startete dort im Dezember 2025 die kommerzielle Förderung. Der Ausbau zur Vollkapazität läuft laut Bericht planmäßig und soll bis 2027 abgeschlossen sein. Dann soll Sangdong laut Unternehmensziel perspektivisch etwa 40% der Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken.

Couloir Capital verweist zudem auf weitere Projekte und Schritte: eine geplante Kapazitätserweiterung der Panasqueira-Mine in Portugal, Arbeiten zur Ressourcendefinition beim Sangdong-Molybdänprojekt sowie Fortschritte beim Gentung Browns Lake-Projekt in den USA, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 bereit sein könnte. Für Sangdong ist außerdem eine Phase-II-Erweiterung für 2027 geplant, die die Jahreskapazität auf bis zu 1,2 Mio. Tonnen erhöhen soll.

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Aus Portugal kam zuletzt zusätzliche Unterstützung: Eine Tochtergesellschaft sicherte sich einen neuen langfristigen Wolfram-Liefervertrag. Das erhöht aus Marktsicht die Planbarkeit der Erlöse und stärkt die Position in der Lieferkette kritischer Rohstoffe.

Analysten ziehen an – Institutionelle ebenfalls

Die Neubewertung zeigt sich auch in den Analystenzahlen. Couloir Capital hob den Fair-Value-Ansatz um mehr als 150% von 7,69 C$ auf 19,30 C$ an und begründete das mit Wolframpreisen über 1.000 US-Dollar je Metric Ton Unit (MTU) sowie dem Sangdong-Hochlauf. DA Davidson erhöhte das Kursziel von 12 auf 18 US-Dollar, B. Riley Financial auf 17 US-Dollar. Oppenheimer ging von 12 auf 16 US-Dollar und vergab am 5. Februar 2026 ein „Buy“.

Im Konsens liegt das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel bei 17,66 C$, die höchste Schätzung bei 27,50 C$. Acht Analysten empfehlen den Kauf, keiner rät zum Verkauf.

Parallel stieg das institutionelle Interesse: Die Zahl der Fonds mit Positionen nahm im letzten Quartal um mehr als 55% auf 107 zu. Van Eck Associates baute den Anteil laut Bericht um 13.294,7% aus und hält nun 11,24 Mio. Aktien im Wert von rund 99 Mio. US-Dollar. Neue größere Positionen werden außerdem für Encompass Capital Advisors (ca. 25,6 Mio. US-Dollar) und Next Century Growth Investors (rund 16,3 Mio. US-Dollar) genannt.

Zur Finanzierung des Wachstums schloss das Unternehmen 2025 zwei Kapitalerhöhungen in den USA ab. Der Bruttoerlös lag zusammen bei etwa 219,4 Mio. US-Dollar.

Zum nächsten wichtigen Termin liefert der Bericht ein klares Datum: Die Quartalszahlen sollen am 26. März kommen. Dann sieht der Markt erstmals konkreter, wie sich die hohen Wolframpreise und der laufende Produktionshochlauf in den Finanzen niederschlagen.

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