Geopolitische Spannungen und ein kritischer Versorgungsengpass spielen einem Unternehmen derzeit massiv in die Karten. Während der Westen händeringend nach Alternativen zu chinesischem Wolfram sucht, markiert die Almonty Industries Aktie neue Allzeithochs. Der Kurs hat sich in den letzten drei Monaten um rund 150 Prozent gesteigert – doch was steckt fundamental hinter dieser Rallye?

China dreht den Hahn zu

Die Aktie erreichte an der NASDAQ kürzlich 17,31 US-Dollar und markierte auch in Kanada mit 23,67 CAD ein neues 52-Wochen-Hoch. Auslöser für diesen Anstieg ist eine akute Verknappung auf dem Weltmarkt. China, das schätzungsweise 80 Prozent des globalen Wolframs kontrolliert, hat 2025 strikte Exportkontrollen eingeführt.

Daten von BMO Capital Markets belegen, dass bestimmte Wolfram-Exporte Ende 2025 zeitweise komplett zum Erliegen kamen. Da die Lagerbestände weitgehend aufgebraucht sind, ist für das laufende Jahr 2026 keine Entspannung auf der Angebotsseite in Sicht.

Parallel dazu greifen westliche Regulierungen. Ab dem 1. Januar 2027 tritt ein Verbot des US-Verteidigungsministeriums für Wolfram aus China, Russland und Nordkorea in Kraft. Dies zwingt westliche Abnehmer zu einer schnellen Diversifizierung ihrer Lieferketten. CEO Lewis Black spricht von einer "echten Knappheit", bei der sich die Preisgestaltung erstmals seit Jahrzehnten von historischen Kontrollmechanismen löst.

Strategisches Herzstück in Südkorea

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Sangdong-Mine in Südkorea, Almontys Flaggschiff-Projekt. Der kommerzielle Abbau begann im Dezember 2025. Das Projekt gilt als essenziell für die Versorgungssicherheit der USA und ihrer Verbündeten.

Perspektivisch soll Sangdong etwa 40 Prozent der globalen Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken. Eine geplante Erweiterung (Phase II) soll die Jahreskapazität bis 2027 auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen steigern. Damit avanciert der Standort zu einem der größten Wolfram-Produzenten der westlichen Welt.

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Das Unternehmen ruht sich jedoch nicht auf diesem einen Projekt aus. Neben der aktiven Panasqueira-Mine in Portugal treibt Almonty Projekte in Spanien und den USA voran. Das Gentung-Browns Lake Projekt in den Vereinigten Staaten könnte bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Produktionsreife erreichen.

Analysten und Institutionen positionieren sich

Die veränderte Marktdynamik hat zu einer Neubewertung durch Finanzprofis geführt. Couloir Capital hob das Kursziel drastisch von 7,69 CAD auf 19,30 CAD an und begründete dies mit Wolframpreisen von über 1.000 US-Dollar pro MTU (Metric Ton Unit). Auch B. Riley und Oppenheimer erhöhten ihre Kursziele signifikant.

Das institutionelle Interesse spiegelt diese Entwicklung wider. Die Zahl der Fonds, die Almonty-Aktien halten, stieg im letzten Quartal um über 55 Prozent. Besonders auffällig agierte Van Eck Associates: Der Vermögensverwalter baute seine Position um über 13.000 Prozent aus und hält nun Anteile im Wert von knapp 99 Millionen US-Dollar.

Zahlenwerk auf dem Prüfstand

Die Bewertung des Unternehmens spiegelt mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,65 Milliarden US-Dollar die hohen Erwartungen wider. Wie bei Minenbetreibern in der Entwicklungsphase üblich, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis aufgrund der massiven Investitionen noch negativ.

Der nächste wichtige Termin steht unmittelbar bevor. Am 19. März wird Almonty die aktuellen Quartalsergebnisse vorlegen. Diese Zahlen werden der erste konkrete Beleg dafür sein, wie sich die hohen Wolframpreise und der Produktionshochlauf in Südkorea tatsächlich auf die Bilanz auswirken. Anleger werden genau beobachten, ob der operative Fortschritt die hohe Bewertung rechtfertigt.

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