Almonty profitiert gerade von einem seltenen Mix aus Rückenwind: Der Produktionsstart der Sangdong-Mine, deutlich höhere Wolframpreise und mehrere Analysten-Anpassungen fallen zeitlich zusammen. Dazu kommt ein Marktumfeld, das durch chinesische Exportbeschränkungen spürbar enger wird. Doch liefert der jüngste Kurslauf auch bald harte Zahlen?

Die Aktie markierte in den letzten Februartagen neue 52-Wochen-Hochs. Auf Wochensicht legte sie bis Donnerstag um 22,36% zu und erreichte dabei 17,31 US-Dollar. Am Freitag lag sie bei 18,39 US-Dollar – rund 24,76% höher als in der Vorwoche. Über drei Monate summiert sich das Plus auf etwa 150%. Die Marktkapitalisierung wurde zuletzt mit gut 4 Milliarden US-Dollar beziffert.

Sangdong: Produktionsstart als Hebel

Ein zentraler Treiber ist der operative Schritt in Südkorea: Seit Dezember 2025 ist die Sangdong-Mine in Betrieb, die ersten Erzlieferungen sind bereits ausgeliefert. Das Projekt fährt die Produktion nun planmäßig hoch. Sangdong gilt als eines der größten Wolframvorkommen weltweit.

Nach Unternehmens- und Analystenschätzungen könnte Sangdong perspektivisch rund 40% der Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas abdecken. Eine Phase-II-Erweiterung soll bis 2027 abgeschlossen sein und die jährliche Kapazität auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen erhöhen.

Analysten und Fonds erhöhen den Druck nach oben

Mit dem Produktionsmeilenstein kam Bewegung in die Analystenmodelle. Couloir Capital hob sein Fair-Value-Ziel um mehr als 150% von 7,69 auf 19,30 kanadische Dollar an. Als Begründung nannte das Haus Wolframpreise von über 1.000 US-Dollar je MTU sowie das Hochfahren von Sangdong. Trotz des großen Sprungs blieb Couloir bei „Hold“.

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Weitere Anpassungen fielen ebenfalls positiv aus: DA Davidson setzte das Kursziel auf 18,00 US-Dollar, B. Riley Financial auf 17,00 US-Dollar. Im Konsens überwiegt inzwischen eine Kaufempfehlung.

Parallel zeigt sich deutlich mehr institutionelles Interesse. Die Zahl der Fonds mit Positionen stieg im vergangenen Quartal um über 55% auf 107. VanEck baute seine Beteiligung laut den Daten besonders stark aus: plus 13.294,7% auf 11,24 Millionen Aktien (bewertet mit rund 99 Millionen US-Dollar). Neue größere Positionen meldeten zudem Encompass Capital Advisors (ca. 25,6 Mio. US-Dollar) und Next Century Growth Investors (ca. 16,3 Mio. US-Dollar).

Angebotsschock bei Wolfram: China zieht die Zügel an

Der Wolframmarkt steht zusätzlich unter Angebotsdruck. China kontrolliert laut Schätzungen 75–80% des weltweiten Angebots und hat zuletzt Exportrestriktionen verschärft. BMO Capital Markets berichtete, dass bestimmte chinesische Wolframexporte Ende 2025 zeitweise komplett zum Stillstand kamen.

Gleichzeitig stufte das US-Verteidigungsministerium Wolfram als kritischen Rohstoff ein. Ab 2027 müssen verteidigungsbezogene Einkäufe demnach aus nicht-chinesischen Quellen stammen. CEO Lewis Black sprach diese Woche von einer „realen, legitimen Angebotsknappheit“ und erklärte, Kunden akzeptierten derzeit die höheren Preise.

Pipeline über Sangdong hinaus

Neben Sangdong treibt Almonty weitere Projekte voran. Couloir verweist unter anderem auf eine geplante Kapazitätserweiterung in der Panasqueira-Mine in Portugal, Arbeiten zur Ressourcendefinition beim Sangdong-Molybdänprojekt sowie Fortschritte beim Gentung–Browns-Lake-Projekt in den USA. Letzteres könnte in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsreif werden.

Zur Finanzierung schloss das Unternehmen 2025 zwei Kapitalerhöhungen in den USA ab und nahm dabei brutto mehr als 219 Millionen US-Dollar ein.

Am nächsten konkreten Prüfstein kommt der Markt nicht vorbei: Am 19. März legt Almonty die nächsten Quartalszahlen vor. Der Bericht gilt als erste greifbare Momentaufnahme, wie stark höhere Wolframpreise und der laufende Produktionshochlauf in Sangdong finanziell durchschlagen – und ob sich damit ein Weg aus der Verlustzone abzeichnet.

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