Alibaba Aktie: Preis der KI-Vision
Alibaba erfindet sich neu. Der einstige E-Commerce-Gigant wandelt sich radikal zu einem Anbieter von KI-Infrastruktur und peilt in diesem Segment einen Jahresumsatz von 100 Milliarden US-Dollar an. Dieser strategische Schwenk zeigt zwar erste Erfolge beim Wachstum, reißt aber tiefe Löcher in die aktuelle Bilanz.
Boomende Cloud, sinkende Gewinne
Treiber dieses Wandels ist die Cloud-Sparte. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterten die Umsätze hier um 36 Prozent auf 6,19 Milliarden US-Dollar. Besonders KI-bezogene Produkte verzeichnen seit zehn Quartalen in Folge dreistellige Wachstumsraten. Um diese Entwicklung zu bündeln, rief der Konzern kürzlich den „Alibaba Token Hub“ ins Leben. Gleichzeitig setzte das Unternehmen Preiserhöhungen von bis zu 34 Prozent für Cloud- und Speicherdienste durch. Das signalisiert eine enorm hohe Nachfrage nach den hauseigenen Sprachmodellen.
Der Umbau fordert allerdings seinen Tribut. Der Nettogewinn fiel im abgelaufenen Quartal im Jahresvergleich um 66 Prozent auf 2,39 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich dafür sind massive Reinvestitionen in die neue Ausrichtung. Allein in den letzten neun Monaten stiegen die Investitionsausgaben um 62 Prozent auf fast 100 Milliarden Yuan. Auch der freie Cashflow schrumpfte um 71 Prozent. Dennoch verfügt Alibaba über ein komfortables Liquiditätspolster von rund 80 Milliarden US-Dollar, um den laufenden Dreijahresplan und die geplanten KI-Investitionen zu finanzieren.
Gespaltene Meinungen an der Wall Street
Während das klassische chinesische E-Commerce-Geschäft nahezu stagniert, sorgt der Bereich „Quick-Commerce“ für Dynamik. Die Blitzlieferdienste verzeichneten einen Umsatzsprung von 56 Prozent, arbeiten aber mit geschätzten Quartalsverlusten von 25 Milliarden Yuan weiterhin stark defizitär. An der Börse sorgten die hohen Ausgaben und der Gewinneinbruch für Ernüchterung. Nach dem jüngsten Kursrutsch notiert das Papier aktuell bei 106,00 Euro und verbucht damit seit Jahresbeginn ein Minus von 20,30 Prozent.
Analysten bewerten die Lage derzeit unterschiedlich. Während die DZ Bank die Aktie aufgrund makroökonomischer Risiken auf „Halten“ abstufte, bestätigen Institutionen wie Goldman Sachs und Morgan Stanley ihre Kaufempfehlungen. Sie stützen sich dabei auf das prognostizierte jährliche Wachstum von 32 Prozent, das Alibaba zwingend benötigt, um die ambitionierten Umsatzziele im KI-Sektor in den nächsten fünf Jahren zu erreichen.
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