Der chinesische Tech-Gigant Alibaba ordnet derzeit alles der Künstlichen Intelligenz unter. CEO Eddie Wu treibt eine aggressive Expansionsstrategie voran, die nun tiefe Spuren in der Bilanz hinterlässt. Während das Cloud-Geschäft floriert, zwingen explodierende Infrastrukturkosten das Management zu drastischen Preiserhöhungen bei den eigenen Kunden.

Teures Wachstum im Cloud-Sektor

Die am Donnerstag vorgelegten Quartalszahlen offenbaren die finanzielle Belastung des Konzerns. Der Nettogewinn brach im Dezember-Quartal um 67 Prozent auf 16,3 Milliarden Renminbi ein, während der Gesamtumsatz mit einem mageren Plus von zwei Prozent die Markterwartungen verfehlte. Anleger reagierten prompt und schickten den Titel auf Talfahrt. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 108,00 Euro summiert sich der Kursverlust auf Sicht von sieben Tagen mittlerweile auf knapp neun Prozent.

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Einzig die Cloud Intelligence Group liefert die erhofften Wachstumsraten. Hier kletterten die Umsätze um 36 Prozent, angetrieben durch KI-Produkte, die das zehnte Quartal in Folge dreistellig zulegten. Um diese Dynamik zu beschleunigen, bündelt Alibaba seine KI-Aktivitäten nun in der neu geschaffenen Sparte „Token Hub“. Das Ziel ist ambitioniert: Innerhalb von fünf Jahren soll der jährliche Umsatz mit Cloud- und KI-Diensten die Marke von 100 Milliarden US-Dollar durchbrechen. Dafür nimmt das Unternehmen in den kommenden drei Jahren Investitionen von 380 Milliarden Renminbi in die Hand.

Preiserhöhungen als Reaktion

Die globale Hardware-Knappheit und teure Speicherkomponenten zwingen Alibaba allerdings zum Handeln. Ab Mitte April hebt der Konzern die Preise für KI-Ressourcen und GPU-Instanzen um bis zu 34 Prozent an. Analysten reagierten auf die gemischte Nachrichtenlage mit Anpassungen. Die Investmentbank Jefferies senkte ihr Kursziel von 225 auf 212 US-Dollar, hält aber an einer Kaufempfehlung fest. Der Fokus der Experten liegt nun darauf, ob das angestrebte jährliche Cloud-Wachstum von 35 Prozent unter den neuen Preisbedingungen realisierbar bleibt.

Die kommenden Monate stehen im Zeichen der operativen Umsetzung. Mit dem Start der neuen KI-Plattform „Wukong“ und deren Integration in bestehende Systeme wie Alipay muss das Management beweisen, dass die massiven Investitionen zeitnah kommerzielle Erfolge liefern. Die angekündigten Preiserhöhungen ab dem 18. April werden ein erster harter Test für die Preisdurchsetzungsmacht des Konzerns im asiatischen Cloud-Markt sein.

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