Nach einer schmerzhaften Korrektur von knapp 40 Prozent auf Jahressicht versucht der Sportartikelhersteller die Wende. Unterstützt durch ein frisch gestartetes Aktienrückkaufprogramm und eine offensive Marketingstrategie kämpft der Titel um eine Bodenbildung. Reichen diese Maßnahmen aus, um den hartnäckigen Abwärtstrend zu stoppen?

  • Aktueller Kurs: 151,85 € (Stabilisierung nahe Jahrestief)
  • Maßnahme: Aktienrückkauf über bis zu 1 Mrd. € gestartet
  • Performance YTD: -9,29 %

Rückkauf soll Kurs stützen

Seit Montag, dem 2. Februar, fließt Kapital zurück an die Anteilseigner. Adidas macht ernst mit der Kurspflege und hat ein Rückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu einer Milliarde Euro aufgelegt. Die erste Tranche ist ambitioniert getaktet: Bis zum 18. März 2026 sollen bereits Aktien im Wert von bis zu 500 Millionen Euro vom Markt genommen werden.

Dieser Schritt erfolgt nicht im luftleeren Raum. Nach den zuletzt gemeldeten Rekordumsätzen nutzt das Management die Liquidität, um dem unter Druck geratenen Aktienkurs ein fundamental untermauertes Kaufsignal entgegenzusetzen.

Mut zum Risiko zahlt sich aus

Auch operativ setzt CEO Björn Gulden auf Angriff. Im Kontext der Partnerschaft mit dem FC Bayern München verteidigte er zuletzt eine Strategie der bewussten Polarisierung. Als Beleg für den Erfolg nannte er das pinke Trikot der deutschen Nationalmannschaft: Die kontroversen Diskussionen hätten die Verkaufszahlen nicht gebremst, sondern massiv angekurbelt.

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Für Anleger ist diese Botschaft wichtig: Das Management scheut kein Risiko, um im hart umkämpften Lifestyle- und Sportmarkt Aufmerksamkeit zu generieren. Für die kommende Saison beim Rekordmeister kündigte Gulden allerdings wieder klassischere Designs an, was auf eine flexible Anpassung an die jeweilige Zielgruppe hindeutet.

Kampf an der Unterstützungslinie

Ein Blick auf die Charttechnik verdeutlicht die Dringlichkeit der aktuellen Maßnahmen. Mit einem Kurs von 151,85 Euro notiert das Papier gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 143,50 Euro. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt inzwischen 15 Prozent, was den übergeordneten technischen Abwärtsdruck unterstreicht.

Das laufende Rückkaufprogramm fungiert in dieser Zone als wichtiger Stabilisator. Gelingt es den Bullen, das Niveau um 150 Euro zu verteidigen, könnte eine technische Gegenbewegung eingeleitet werden.

Die Weichen für die mittelfristige Entwicklung werden in weniger als einem Monat gestellt. Während der Rückkauf technische Nachfrage schafft, liefert der 4. März 2026 die fundamentale Wahrheit: Dann präsentiert Adidas die vollständigen Ergebnisse für 2025 und den Ausblick auf das laufende Jahr.

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