Advanced Micro Devices legte am 3. Februar Rekordzahlen für das vierte Quartal 2025 vor – und wurde dafür abgestraft. Die Aktie brach am Folgetag um 17 Prozent ein. Der Grund: Die Prognose für das laufende Quartal enttäuschte Anleger, die auf noch stärkeres Wachstum im KI-Boom gesetzt hatten.

Starke Zahlen, noch stärkere Erwartungen

AMD übertraf im vierten Quartal die Schätzungen der Analysten deutlich. Der Umsatz kletterte um 34 Prozent auf 10,27 Milliarden Dollar – Wall Street hatte mit 9,67 Milliarden gerechnet. Der Nettogewinn verdreifachte sich nahezu auf 1,51 Milliarden Dollar, was einem Gewinn je Aktie von 0,92 Dollar entsprach.

Noch beeindruckender fielen die bereinigten Kennzahlen aus: Die operative Marge erreichte mit 2,85 Milliarden Dollar einen Rekordwert, der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,53 Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 meldete AMD einen Umsatz von 34,64 Milliarden Dollar – ebenfalls ein Plus von 34 Prozent.

Der Knackpunkt: China und die Q1-Prognose

Für das erste Quartal 2026 stellte AMD Erlöse von rund 9,8 Milliarden Dollar in Aussicht. Das liegt zwar über dem Analystenkonsens von 9,38 Milliarden Dollar, doch die Investoren hatten mehr erwartet. Erschwerend kam hinzu, dass in der Prognose etwa 100 Millionen Dollar aus Verkäufen von KI-Chips an China enthalten sind – ein Geschäft, das AMD künftig als begrenzt bezeichnet.

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Chris Rolland von Susquehanna erklärte gegenüber CNBC, die Erwartungen seien „ziemlich hochgeschraubt" gewesen. Die überraschenden China-Umsätze im vierten Quartal relativierten zudem das eigentliche Zahlenwerk.

Strategische Partnerschaften bleiben intakt

Trotz der Marktreaktion ist AMD im KI-Geschäft weiter gut positioniert. OpenAI plant die Installation von 6 Gigawatt AMD-Instinct-GPUs über mehrere Jahre, mit einem ersten Gigawatt ab der zweiten Jahreshälfte 2026. Oracle kündigte den Einsatz von 50.000 AMD-KI-Chips an. Auf der CES 2026 stellte AMD zudem die Helios-Plattform und den Instinct MI440X für Unternehmens-KI vor.

Das Handelsvolumen am 4. Februar schnellte auf 104,9 Millionen Aktien hoch – 157 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt. Das deutet auf massiven institutionellen Verkaufsdruck hin. Die Quartalszahlen für Q1 2026 werden zeigen, ob AMD die hohen Wachstumserwartungen auch ohne das China-Geschäft erfüllen kann.

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