Fiserv Aktie: Stürmische Fahrt
Fiserv hat Anleger kurz vor den Quartalszahlen auf dem falschen Fuß erwischt. Auslöser waren Aussagen von CEO Mike Lyons zu einer Anpassung der Vertriebsstrategie. Der Markt reagierte nervös – offenbar, weil der Schritt Risiken in der Umsetzung und im Zusammenspiel mit bisherigen Partnern aufwirft.
- Kursreaktion heute: rund -7,7% auf etwa 58 US-Dollar
- Anlass: CEO kündigt Ausbau des Direktvertriebs an
- Nächster Termin: Q4-Zahlen am 10. Februar
Direktvertrieb sorgt für Unruhe
Den Impuls für den Abverkauf lieferte ein Strategie-Update von Mike Lyons auf einer UBS-Konferenz. Laut Berichten stellte er die Vertriebskanäle als wichtigsten Wettbewerbsvorteil heraus. Folgerichtig will Fiserv die direkten Verkaufskapazitäten deutlich ausbauen.
Lyons betonte zugleich, dass bestehende Bank-Partnerschaften nicht aufgegeben werden sollen. Trotzdem deutet die heftige Kursreaktion darauf hin, dass Investoren mögliche Kanal-Konflikte oder Ausführungsrisiken befürchten. Der Punkt ist dabei weniger ein kompletter Kurswechsel, sondern eine spürbare Verschiebung in einem Modell, das bislang stark über Bankpartner zu Händlern skaliert hat.
Blick auf die Zahlen: Erwartungen vor Q4
Die Volatilität kommt zu einem empfindlichen Zeitpunkt: Die Quartalszahlen stehen in wenigen Tagen an. Für das vierte Quartal rechnen Analysten im Schnitt mit einem im Vergleich zu früheren Perioden anspruchsvollen Bild:
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- Gewinn je Aktie (Konsens): 1,90 US-Dollar, das entspräche einem Rückgang von rund 24% gegenüber dem Vorjahr
- Umsatz (Prognose): 4,95 Mrd. US-Dollar, etwa +0,9% zum Vorjahr
- Segment „Merchant“: 2,55 Mrd. US-Dollar (+2,2%)
- Segment „Financial“: 2,36 Mrd. US-Dollar (-1,5%)
Auch charttechnisch bleibt der Titel angeschlagen: Die Aktie notiert laut Bericht klar unter wichtigen Durchschnittslinien, mit einer 50-Tage-Linie um 66 US-Dollar und einer 200-Tage-Linie nahe 99 US-Dollar.
Vanguard bestätigt große Beteiligung
Parallel zur Kursreaktion gab es ein Update eines Großaktionärs. Vanguard meldete heute in einer geänderten Schedule-13G-Einreichung eine Beteiligung von 11,78%. Das entspricht rund 63,4 Millionen Aktien und bestätigt Vanguard als einen der dominierenden langfristigen Anteilseigner – trotz der aktuellen Kursschwäche.
Am 10. Februar dürfte sich dann zeigen, ob Fiserv die erwartete Ergebnisdelle bestätigt – und wie konkret das Management den Ausbau des Direktvertriebs einordnet.
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