Adidas Aktie: Herausfordernde Weggabelung?
Adidas meldet den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte und kündigt ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro an. Während das operative Geschäft im Jahr 2025 deutlich anzog, spiegelt der Aktienkurs diese Entwicklung bisher nicht wider. Angesichts einer Halbierung des Börsenwerts innerhalb eines Jahres stellt sich die Frage: Reichen diese Nachrichten für eine nachhaltige Bodenbildung?
Das Wichtigste in Kürze:
* Rekorderlös: Umsatz steigt währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro.
* Gewinnsprung: Betriebsergebnis klettert auf über 2 Milliarden Euro.
* Kapitalmaßnahme: Aktienrückkauf über bis zu 1 Milliarde Euro startet im Februar.
Operative Stärke trifft auf charttechnische Schwäche
Die Diskrepanz zwischen den vorläufigen Geschäftszahlen und der Kursentwicklung könnte kaum größer sein. Während die Adidas-Aktie mit aktuell 152,85 Euro in der Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs notiert, lieferten die Herzogenauracher operativ ab. Trotz negativer Währungseffekte von über einer Milliarde Euro stieg der Konzernumsatz auf ein neues Rekordniveau. Besonders die operative Marge, ein wichtiger Indikator für die Effizienz, verbesserte sich deutlich von 5,6 auf 8,3 Prozent.
Dennoch bleibt die Skepsis am Markt greifbar. Auf Sicht von zwölf Monaten hat das Papier über 41 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 261 Euro ist massiv. Die guten Zahlen verpufften bisher weitgehend, was auf eine tiefsitzende Verunsicherung der Investoren hindeutet, die womöglich über das reine Zahlenwerk hinausgeht.
Aktienrückkauf als Vertrauensbeweis
Um dem Kursverfall entgegenzuwirken und das Vertrauen zu stärken, greift das Management nun zu einem klassischen Instrument. Ab diesem Monat beginnt Adidas mit dem Rückkauf eigener Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro. Die Papiere sollen anschließend eingezogen werden, was den Gewinn pro Aktie rechnerisch verdichtet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adidas?
Finanziert wird dies durch den erwarteten starken Cashflow im Jahr 2026. Marktbeobachter werten solche Schritte oft als Signal, dass das Management die eigene Aktie für unterbewertet hält. Angesichts der Tatsache, dass der Kurs fast 15 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt notiert, erscheint diese Einschätzung aus Bewertungssicht zumindest nachvollziehbar.
Starkes Schlussquartal und Margenverbesserung
Ein Blick auf das vierte Quartal 2025 unterstreicht die positive operative Tendenz. Der Umsatz der Kernmarke legte um 11 Prozent zu, während sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdreifachte.
Entscheidend für die Profitabilität war laut Unternehmensangaben die Preisdisziplin. Es gelang Adidas, den Anteil der Verkäufe zum Vollpreis hochzuhalten und Rabatte zu begrenzen. Dies ist in einem Umfeld, das von externen Faktoren wie der US-Zollpolitik geprägt ist, keine Selbstverständlichkeit und stützte die Bruttomarge, die auf 51,6 Prozent kletterte.
Am 4. März 2026 wird Adidas die endgültigen Zahlen vorlegen und, was für die Börse noch wichtiger sein dürfte, die Prognose für das laufende Jahr veröffentlichen. Erst wenn der Ausblick die operative Erholung bestätigt, dürfte der Weg für eine nachhaltige Kurskorrektur nach oben frei sein.
Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 6. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








