Europa will beim sauberen Wasserstoff Tempo machen – doch zwischen politischem Anspruch und realen Projekten klafft weiter eine Lücke. Genau dort setzt eine neue Brancheninitiative an, die mehrere Schwergewichte der Elektrolyseur-Industrie zusammenbringt. Kann die Allianz den Ausbau in der EU tatsächlich beschleunigen?

E4E bündelt Herstellerinteressen

Sechs der bekanntesten europäischen Elektrolyseur-Hersteller haben die Plattform „Electrolysers for Europe (E4E)” gegründet. Die Gründungsmitglieder Nel ASA, ITM Power, John Cockerill, Sunfire, thyssenkrupp nucera und Topsoe stellten ihr gemeinsames Manifest am Dienstag vor.

Ziel der Gruppe ist es, die Elektrolyseur-Produktion innerhalb der EU deutlich auszuweiten und politische sowie industrielle Weichenstellungen zu adressieren, die für das Skalieren der Branche als notwendig gelten. Die Unternehmen verweisen dabei auf ein Missverhältnis: Die Produktionskapazitäten wachsen schnell, die tatsächliche Umsetzung von Wasserstoffprojekten in der EU komme dagegen langsamer voran.

Wichtige Punkte auf einen Blick:
- Neue Plattform: „Electrolysers for Europe (E4E)”, vorgestellt am Dienstag
- Mitglieder: Nel ASA, ITM Power, John Cockerill, Sunfire, thyssenkrupp nucera, Topsoe
- Kapazität: zusammen über 10 GW jährliche Fertigungskapazität
- Kernanliegen: Ausbau der EU-Produktion und schnellere Projektumsetzung

Warum die Initiative jetzt kommt

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nel ASA?

Die Gründung fällt in eine Phase, in der Europas Wasserstoffstrategie zwar ambitioniert ist, der Zubau installierter Elektrolyseure aber hinter den Zielsetzungen zurückbleibt. E4E drängt laut Manifest auf rasche Maßnahmen, um die praktische Umsetzung stärker an den politischen Vorgaben auszurichten.

Parallel läuft in der Branche eine breitere Debatte über den EU-Regulierungsrahmen für Wasserstoff. Im Fokus stehen dabei unter anderem ein wettbewerbsfähiges und bezahlbares Wasserstoffangebot sowie der Abbau von regulatorischen Unsicherheiten, die großskalige Investitionen und Installationen erschweren.

Nel: Nächste Technologie vor Marktstart

Für Nel folgt die Brancheninitiative auf einen konkreten Schritt aus dem vergangenen Jahr. Der Vorstand bestätigte im Dezember die finale Investitionsentscheidung zur Industrialisierung der nächsten Generation druckbeaufschlagter alkalischer Elektrolyseure.

Geplant ist ein kommerzieller Marktstart im ersten Halbjahr. Die Fähigkeit zu großvolumigen Auslieferungen erwartet das Unternehmen für 2027. Grundlage war laut Angaben ein erfolgreich absolvierter Full-Scale-Test des Prototyps. Zudem wurde der Aufbau von bis zu 1 GW Produktionskapazität für diese Technologie genehmigt.

Anzeige

Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 6. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...