Adidas zieht sein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm straff durch. Die Botschaft dahinter ist klar: Der Konzern nutzt die starke Ergebnisbasis aus 2025, um Kapital an Aktionäre zurückzugeben – während die Aktie nach einem schwachen Jahr noch immer Vertrauen zurückgewinnen muss. Doch wie viel Rückenwind liefert das Programm wirklich, wenn das Umfeld im Sportartikelmarkt härter wird?

Rückkaufprogramm: 1,3 Millionen Aktien eingesammelt

Gestartet ist das Programm am 2. Februar. Laut Kapitalmarktmitteilung vom 16. Februar hat Adidas bis einschließlich 13. Februar bereits 1.316.082 eigene Aktien zurückgekauft. Die Käufe liefen über mehrere Handelsplätze, darunter XETRA, CBOE Europe und Turquoise.

Der Rückkauf ist Teil der im Januar angekündigten Maßnahme, eigene Anteile im Volumen von bis zu 1 Mrd. Euro einzusammeln. Das wirkt wie ein Stabilitätsanker: Weniger Aktien am Markt können das Ergebnis je Aktie stützen – entscheidend bleibt aber, wie überzeugend der Ausblick ausfällt.

Starke 2025er-Basis – trotz Währungseffekten

Fundamental fußt der Rückkauf auf einem sehr soliden Vorjahr. Adidas hatte Ende Januar vorläufig für 2025 gemeldet:

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  • Rekordumsatz von 24,81 Mrd. Euro
  • währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 13%
  • operativer Gewinn +54% auf 2,06 Mrd. Euro
  • zweistelliges Wachstum in allen Regionen und Vertriebskanälen

Bemerkenswert: Diese Entwicklung gelang laut Bericht trotz negativer Währungseffekte von über 1 Mrd. Euro. Zusätzlich verwies CEO Bjorn Gulden darauf, dass die Märkte das richtige Produkt in der richtigen Menge platziert hätten – mit hohen Vollpreisquoten und kontrollierten Rabatten. Das ist ein wichtiger Punkt, weil Adidas im Oktober noch vor möglichen Massenrabatten im Handel gewarnt hatte, ausgelöst durch Unsicherheiten rund um US-Zölle.

Aktie bleibt angeschlagen – Blick auf den 4. März

An der Börse ist die Lage gemischt. Heute notiert das Papier bei 155,95 Euro (-0,70%). Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 6,84%, auf 12 Monate sind es -37,52%. Der Kurs liegt zudem unter dem 200-Tage-Durchschnitt (175,45 Euro) – ein Hinweis, dass der übergeordnete Trend zuletzt eher nach unten zeigte.

Dazu passt das herausfordernde Wettbewerbsumfeld: Genannt werden ein anspruchsvolles Einzelhandelsklima, wachsende Konkurrenz etwa durch On Running und Asics sowie die Restrukturierung bei Nike. Auch Anta sendete mit einer Beteiligung an Puma das Signal, global offensiver werden zu wollen.

Der nächste klare Orientierungspunkt ist bereits terminiert: Am 4. März 2026 will Adidas die vollständigen Zahlen für 2025 sowie den Ausblick für das laufende Jahr vorlegen. Genau dort wird sich entscheiden, ob der Rückkauf nur ein begleitendes Signal bleibt – oder ob er auf eine Prognose trifft, die den Markt wieder überzeugt.

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