Infineon Aktie: Rückenwind
Infineon setzt auf Kontinuität an der Spitze – und schärft parallel den Kurs im Autogeschäft. Auf der Hauptversammlung heute ging es gleich um zwei Themen, die Anleger mögen: planbare Führung und greifbare Industriepartnerschaften. Doch was heißt das konkret für die Wachstumsstory?
Führung bis 2032: Vorstand bekommt Rückendeckung
Der Aufsichtsrat will die Verträge von CEO Jochen Hanebeck und CFO Sven Schneider vorzeitig verlängern. Hanebecks Vertrag soll bis Ende März 2032 laufen, Schneiders bis Ende April 2032. Ohne den Schritt wären die bisherigen Vereinbarungen bereits im April beziehungsweise Mai 2027 ausgelaufen. Die formelle Beschlussfassung ist für Mai geplant.
Aufsichtsratschef Herbert Diess begründet den Schritt mit langfristiger Klarheit für die strategische Ausrichtung. Gleichzeitig verweist das Unternehmen darauf, dass Infineon unter Hanebeck technologische Fähigkeiten ausgebaut und den Wettbewerbsfokus geschärft habe.
BMW „Neue Klasse“: Chips für die neue Auto-Architektur
Zusätzliche Aufmerksamkeit bringt die konkretisierte Kooperation mit BMW. Infineon hatte am 16. Februar eine erweiterte Zusammenarbeit gemeldet: Der Konzern liefert zentrale Komponenten für die Elektrik/Elektronik-Architektur der neuen Plattform „Neue Klasse“. Auf der Hauptversammlung wird dazu ein BMW iX3 als erstes Modell der „Neue Klasse“ präsentiert.
Konkret nennt Infineon unter anderem Mikrocontroller (AURIX™ und TRAVEO™), Ethernet-Lösungen (BRIGHTLANE™), Power-Management-ICs (OPTIREG™) sowie Smart Power Switches und eFuses (PROFET™). Das zonale Design soll den Kabelbaum um rund 600 Meter reduzieren und die Energieeffizienz durch intelligente Stromverteilung um etwa 20% verbessern.
Investitionen und neue Fantasie: KI-Rechenzentren und Robotik
Fundamental steht zudem der Kapazitätsausbau im Fokus. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 hatte Infineon Anfang Februar 3,662 Mrd. Euro Umsatz und eine Segmentergebnis-Marge von 17,9% gemeldet. Die Investitionen für 2026 wurden auf rund 2,7 Mrd. Euro erhöht – mit dem Ziel, den Ausbau bei Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren zu beschleunigen.
Frische Fantasie brachte außerdem ein Interview: Am 18. Februar sagte Hanebeck laut Reuters, Mikrochips für humanoide Roboter könnten sich zu einem Wachstumsmarkt entwickeln – vergleichbar mit dem Boom bei Hochleistungshalbleitern für KI-Rechenzentren. Infineon könne bereits viele Chips für humanoide Roboter fertigen, auch wegen Erfahrungen aus dem Umfeld des autonomen Fahrens.
Am Markt spiegelt sich die positive Gemengelage in der jüngsten Entwicklung: Die Aktie notiert heute bei 46,23 Euro und markiert damit ein neues 52‑Wochen‑Hoch; auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 8,13% zu Buche.
Zum nächsten Fixpunkt wird die formelle Aufsichtsratsentscheidung im Mai: Dann ist klar, ob die Weichenstellung bis 2032 endgültig ist – während die BMW-Partnerschaft und der Investitionsschub das operative Narrativ weiter unterfüttern sollen.
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