ABO Energy: Zweite Chance
ABO Energy muss bei der Sanierung in die Verlängerung. Die geplante Änderung der Anleihebedingungen scheiterte zunächst an einer zu geringen Beteiligung der Gläubiger, obwohl die Mehrheit der Teilnehmer zustimmte. Nun soll ein neuer Termin im März mit gesenkten Hürden den Weg für die finanzielle Neuaufstellung freimachen.
Quorum knapp verfehlt
Die erste Abstimmungsrunde brachte zwar inhaltlich Zustimmung, scheiterte jedoch an den Formalien. Mit einer Beteiligung von rund 38 Prozent des ausstehenden Kapitals wurde die erforderliche Schwelle von 50 Prozent verfehlt. Damit sind die gefassten Beschlüsse zur Änderung der Anleihe 2024/2029 ungültig. Das Management ist nun gezwungen, eine zweite Gläubigerversammlung einzuberufen.
Hürde wird gesenkt
Das Unternehmen reagierte umgehend auf das verfehlte Quorum. Für Montag, den 9. März 2026, ist nun eine Präsenzversammlung in Wiesbaden angesetzt. Die Erfolgsaussichten steigen hier deutlich, da die Anforderungen an die Beschlussfähigkeit sinken: In dieser zweiten Runde reicht eine Beteiligung von 25 Prozent des ausstehenden Kapitals aus, um wirksame Entscheidungen zu treffen.
Darum geht es
Im Zentrum der Abstimmung steht die Wiederherstellung der finanziellen Handlungsfähigkeit. ABO Energy benötigt die Zustimmung der Gläubiger, um restriktive Klauseln in den Anleihebedingungen vorübergehend auszusetzen. Konkret geht es um die sogenannte Negativverpflichtung, die aktuell die Aufnahme neuer Kredite und Bürgschaften blockiert. Zudem sollen Kündigungsrechte der Anleihegläubiger bis zum 31. Mai 2026 ausgesetzt werden, um die laufenden Verhandlungen über den Sanierungsplan abzusichern.
Lichtblick im operativen Geschäft
Abseits der finanziellen Restrukturierung verzeichnet der Projektentwickler operative Fortschritte. Bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur erhielt ABO Energy Zuschläge für drei Solarparks mit einer Gesamtkapazität von rund 50 Megawatt. Die Projekte in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sollen ab Herbst 2026 gebaut werden.
Der entscheidende Termin für Anleger ist nun der 9. März. Gelingt auf der zweiten Versammlung die notwendige Zustimmung, wofür das gesenkte Quorum spricht, kann das Management die blockierte Finanzierung neu ordnen und den Sanierungskurs fortsetzen.
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