Die Restrukturierung von ABO Energy kommt nur schleppend voran. Zwar stimmten die Anleihegläubiger mehrheitlich für die Vorschläge des Unternehmens – doch die erforderliche Mindestbeteiligung wurde klar verfehlt. Nun steht eine zweite Abstimmungsrunde an.

Die wichtigsten Fakten:

  • Nur 38 Prozent der Anleihegläubiger nahmen an der Abstimmung teil (erforderlich: 50 Prozent)
  • Trotzdem deutliche Zustimmung für die Restrukturierungsvorschläge
  • Zweite Gläubigerversammlung am 9. März mit reduziertem Quorum von 25 Prozent
  • Parallel dazu: Zuschläge für drei neue Solarparks mit 50 Megawatt Gesamtleistung

Neue Gläubigerversammlung im März

Der Wiesbadener Projektentwickler meldete gestern, dass die schriftliche Abstimmung unter den Gläubigern der 2024/2029-Anleihe zwar mehrheitlich positiv ausfiel, aber am niedrigen Quorum scheiterte. Weniger als vier von zehn Anleihegläubigern beteiligten sich überhaupt.

Das Unternehmen reagiert nun mit einer Präsenz-Gläubigerversammlung am 9. März 2026 in der IHK Wiesbaden. Der entscheidende Unterschied: Bei dieser zweiten Runde genügen 25 Prozent Beteiligung für eine gültige Abstimmung.

Zur Abstimmung stehen mehrere Änderungen der Anleihebedingungen, die ABO Energy mehr Flexibilität verschaffen sollen. Dazu gehört der Verzicht auf die sogenannte Negativverpflichtung, die derzeit neue Garantien und Kredite verhindert. Zudem sollen bestimmte Kündigungsrechte bis Ende Mai ausgesetzt werden.

Operative Erfolge trotz Krise

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Trotz der schwierigen Finanzlage meldet das Unternehmen Fortschritte im Tagesgeschäft. Bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur erhielt ABO Energy Zuschläge für drei Solarparks in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit zusammen rund 50 Megawatt Leistung.

Damit war das Unternehmen in allen drei Solar-Ausschreibungsrunden 2025 erfolgreich. Die neuen Projekte gehören zu einem Portfolio aus acht Hybrid-Projekten, die ABO Energy derzeit interessierten Investoren zum Verkauf anbietet.

Verluste belasten Bilanz

Der Hintergrund der Restrukturierung sind erhebliche finanzielle Probleme. Nach mehrfachen Korrekturen der Ergebnisprognose erwartet ABO Energy für 2025 einen Jahresverlust von rund 170 Millionen Euro – die erste größere Krise in der Unternehmensgeschichte.

Im Januar hatte das Unternehmen ein Stillhalteabkommen mit wichtigen Finanzpartnern geschlossen. Die Gläubiger verzichten vorerst auf Kündigungen und geben ABO Energy Zeit für die Entwicklung eines tragfähigen Sanierungskonzepts. Die Abstimmung vom 9. März gilt als entscheidender Schritt auf diesem Weg.

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