Die Sanierung von ABO Energy hängt gerade an einer formalen Hürde: Bei der ersten Abstimmung zur Änderung der Anleihe 2024/29 fehlte schlicht die nötige Beteiligung. Jetzt setzt das Unternehmen auf eine zweite Gläubigerversammlung – und damit auf eine realistische Chance, die Restrukturierung voranzubringen. Parallel liefert das operative Geschäft ein positives Signal mit neuen Solar-Zuschlägen.

Anleihe-Abstimmung scheitert am Quorum

Ein zentraler Schritt der finanziellen Neuaufstellung ist die Anpassung der Bedingungen der Anleihe 2024/29. Die erste „Abstimmung ohne Versammlung“ blieb jedoch wirkungslos, weil das Quorum von 50% der ausstehenden Schuldverschreibungen verfehlt wurde.

Wichtig: Inhaltlich gab es Rückenwind. Die teilnehmenden Gläubiger stimmten den vorgeschlagenen Änderungen mehrheitlich zu. Laut Unternehmen lag die niedrige Beteiligung auch daran, dass die Anleihe auf viele Kleinanleger verteilt ist, die sich schwerer mobilisieren lassen.

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Zweite Gläubigerversammlung am 9. März

Als nächsten Schritt hat ABO Energy eine zweite Gläubigerversammlung für den 9. März in Wiesbaden angesetzt. Dort gilt für die Beschlussfähigkeit ein niedrigeres Quorum: 25% reichen aus. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die nötigen Beschlüsse tatsächlich zustande kommen.

Kernpunkt ist die Handlungsfähigkeit im Tagesgeschäft. Die aktuellen Anleihebedingungen enthalten eine Negativverpflichtung („Negative Pledge“), die neue Kredite, Avale und Bürgschaften erschwert – Instrumente, die für den laufenden Betrieb als essenziell beschrieben werden. Zudem sollen bestimmte Kündigungsrechte der Gläubiger ausgesetzt werden, um die Sanierungsgespräche nicht zu gefährden. Kann das Unternehmen sich damit wieder mehr finanziellen Spielraum verschaffen? Genau darauf zielt die Abstimmung ab.

Operativ: Neue Solarprojekte mit 50 MW

Unabhängig von der Restrukturierung meldete ABO Energy Erfolge im Projektgeschäft: In einer Solarausschreibung gab es Zuschläge für drei Projekte mit zusammen 50 Megawatt. Das ist zumindest ein klares operatives Signal, dass das Kerngeschäft weiter läuft.

Entscheidend wird damit die Präsenzabstimmung am 9. März: Kommt das 25%-Quorum zustande und werden die Anleihebedingungen angepasst, wäre ein wichtiger Baustein der Sanierung erledigt – bleibt die Beteiligung erneut zu niedrig, verzögert sich der Prozess weiter.

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