ABO Energy Aktie: Sanierung im Fokus
Bei ABO Energy wird es in den kommenden Tagen vor allem auf eines ankommen: das angekündigte Sanierungsgutachten nach IDW S6. Nach dem jüngsten Rutsch auf ein neues Allzeittief wartet der Markt auf ein belastbares Signal, ob die finanzielle Neuaufstellung trägt. Genau daran hängt, ob die Finanzierung langfristig fortgeführt werden kann.
IDW S6: Der nächste Meilenstein
Der zentrale Termin ist der Entwurf des Sanierungsgutachtens (IDW S6), den das Unternehmen laut Mitteilung vom 23. Januar in der ersten Februarhälfte vorlegen will. Das Gutachten gilt als zwingende Grundlage, um Finanzierungen dauerhaft zu sichern und das Sanierungskonzept umzusetzen.
Damit die Gespräche überhaupt in Ruhe laufen können, wurde Ende Januar eine Stillhaltevereinbarung mit Banken und Schuldscheingläubigern geschlossen. Während der Laufzeit verzichten die Finanzierungspartner auf Kündigungsrechte. Auch die Gläubiger der Anleihe 2024/2029 sollen in das Konzept eingebunden werden.
Die Lage in Kürze:
- Stillhaltevereinbarung: Ende Januar mit wesentlichen Gläubigern geschlossen
- Sanierungsgutachten (IDW S6): Entwurf in der ersten Februarhälfte erwartet
- Kursmarke: Neues Allzeittief bei 5,66 Euro (Freitag)
Warum der Druck so hoch ist
Auslöser der Restrukturierung ist die stark eingetrübte Ertragslage. Für 2025 stellte ABO Energy einen Konzernjahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro in Aussicht – den ersten Jahresverlust der Unternehmensgeschichte. Als Gründe nannte das Management unter anderem massive Wertberichtigungen, Projektverschiebungen sowie ein schwieriges Marktumfeld mit gesunkenen Margen. In dieser Gemengelage erklärt sich auch, warum der Kurs zuletzt bis auf das neue Tief abrutschte.
Operativ läuft es weiter – Verkauf in Frankreich
Trotz der finanziellen Schieflage meldete das Unternehmen Ende Januar den Verkauf von drei Solarparks in Frankreich mit zusammen 85 Megawatt. Die Projekte in der Region Loiret verfügen über staatlich gesicherte Tarife. Solche Verkäufe sind wichtig, weil sie Liquidität schaffen und zeigen, dass das operative Geschäft während der Restrukturierung nicht stillsteht.
Der nächste konkrete Prüfstein bleibt jedoch die Vorlage des IDW-S6-Entwurfs in der ersten Februarhälfte: Erst auf dieser Basis kann die Einigung mit den verschiedenen Gläubigergruppen und damit die langfristige Fortführung der Finanzierungen belastbar untermauert werden.
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