Vulcan Energy spricht von einer Zäsur: Nach dem Abschluss eines Finanzierungspakets über 2,2 Milliarden Euro wechselt das Unternehmen vom Entwicklungs- in den Umsetzungsmodus. Damit ist der Weg frei für den Bau der Phase-One-Anlage des Lionheart-Projekts im Oberrheingraben. Trotzdem gab die Aktie am Tag des Quartalsupdates nach – ein Hinweis darauf, dass der Markt den nächsten Schritt nun besonders kritisch begleitet.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Finanzierung: 2,2 Mrd. Euro (rund 3,9 Mrd. A$) für Phase One „Lionheart“
- Senior Debt: 1,1 Mrd. Euro von 13 Finanzinstituten, darunter EIB mit 250 Mio. Euro
- HOCHTIEF: 169 Mio. Euro (39 Mio. Euro Projektvehikel + 130 Mio. Euro Aktien)
- Abnahmevertrag Glencore: 36.000–44.000 Tonnen Lithiumhydroxid (LHM) über 8 Jahre
- Ziel: Erste kommerzielle Lithiumproduktion 2028

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Finanzierung ebnet die Finalentscheidung

Laut Quartalsbericht ermöglichte das Gesamtpaket dem Board, im Dezember die Final Investment Decision (FID) für Phase One zu treffen. Die Struktur kombiniert 1,1 Milliarden Euro vorrangige Kredite mit strategischem Eigenkapital.

Zu den genannten Eigenkapitalinvestoren zählen HOCHTIEF, Siemens Financial Services, Demeter sowie der KfW-Rohstofffonds der deutschen Bundesregierung. HOCHTIEF steuerte insgesamt 169 Millionen Euro bei – davon 39 Millionen Euro in die Projektgesellschaft und 130 Millionen Euro als sogenannte Cornerstone-Zeichnung in Vulcan-Aktien.

Bau in Landau, Fortschritte in Frankfurt

Im Dezember begann laut Bericht der Bau der integrierten geothermischen Lithium-Extraktionsanlage in Landau. Parallel läuft die Entwicklung der zentralen Lithium-Aufbereitungsanlage in Frankfurt-Höchst weiter.

Phase One ist auf eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat (LHM) ausgelegt. Zusätzlich nennt Vulcan als Projektziele 275 GWh erneuerbaren Strom und 560 GWh Wärme pro Jahr für lokale Abnehmer – bei einer geplanten Laufzeit von rund 30 Jahren.

Beim Bohren meldete das Unternehmen die erfolgreiche Fertigstellung am Standort LSC‑1 nahe Landau. Ein im Januar gebohrtes Sidetrack-Bohrloch (LSC‑1b) habe die Annahmen zur Förderrate bestätigt; die Testausrüstung lief nach Unternehmensangaben mit maximaler Kapazität. Ein früheres Sidetrack (LSC‑1a) wurde wegen Bohrlochproblemen aufgegeben, daraus resultierte eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 7,8 Millionen Euro im Quartal.

Glencore bringt zusätzliche Abnahme

Im Quartal unterzeichnete Vulcan zudem einen Offtake-Vertrag mit Glencore über 36.000 bis 44.000 Tonnen LHM über zunächst acht Jahre. Glencore ergänzt damit die bereits genannten Abnahmepartner Stellantis, Umicore und LG Energy Solution.

Aktie fällt trotz Fortschritten

Trotz der operativen Meilensteine notierte die Aktie am Tag der Veröffentlichung schwächer: Laut The Motley Fool Australia fiel der Kurs um 3,36% auf 4,03 A$. Warum reagiert der Markt ausgerechnet bei positiven Projektfortschritten so zurückhaltend? Der Bericht deutet an, dass Anleger nun stärker auf Umsetzungsrisiken und Bauzeitpläne schauen.

Der Fokus verschiebt sich damit klar auf die termingerechte Lieferung: Vulcan nennt weiterhin 2028 als Ziel für die erste kommerzielle Lithiumproduktion, während der Bau nun anläuft und das Finanzierungsfundament steht.

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