Washington drückt beim Thema Atomenergie aufs Tempo – und plötzlich wirken viele lange diskutierte Projekte greifbarer. Uranium Energy Corp (UEC) rückt dabei ins Zentrum einer möglichen Neuordnung der US-Brennstoffkette. Entscheidend ist, ob aus politischem Rückenwind auch konkrete Aufträge, Kapazitäten und am Ende Margen werden.

Politik als Kurstreiber

Die Trump-Regierung macht Kernenergie zu einem zentralen Baustein ihrer „Energy-Dominance“-Agenda. Das US-Energieministerium (DOE) nennt dabei ein sehr ambitioniertes Ziel: Die amerikanische Atomstrom-Kapazität soll von rund 100 GW auf 400 GW bis 2050 wachsen.

Dazu passt die jüngste Ankündigung aus dem Januar 2026: 2,7 Mrd. US-Dollar sollen in den Ausbau heimischer Uran-Anreicherung fließen. Für Unternehmen entlang der US-Lieferkette ist das mehr als Symbolpolitik – es signalisiert, dass Versorgungssicherheit zur industriepolitischen Priorität wird.

Bereits im Mai 2025 unterzeichnete Executive Orders zielen zudem darauf, Regulierung zu modernisieren und die Genehmigungsprozesse für Reaktoren zu verschlanken. Das DOE hat außerdem ein „Reactor Pilot Program“ aufgelegt, in dem 11 Projekte ausgewählt wurden, um ihre Designs Richtung Einsatz zu bringen.

UEC setzt auf vertikale Integration

UEC versucht, sich genau dort zu positionieren, wo die Politik künftig Engpässe reduzieren will: in der Verarbeitung und Umwandlung. Laut Quartalsbericht (Q1 FY26) vom Dezember 2025 hat das Unternehmen dafür die hundertprozentige Tochter „United States Uranium Refining & Conversion Corp“ (UR&C) gestartet. Ziel ist eine Machbarkeitsprüfung für eine neue US-Anlage zur Uran-Raffination und -Konversion.

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Der finanzielle Rahmen, den UEC dafür ins Schaufenster stellt, ist klar umrissen:

  • Barmittel, Uranbestand und Aktien (zu Marktpreisen): 698 Mio. USD (Stand: 31.10.2025)
  • Schulden: keine
  • Uranbestand: 1,36 Mio. Pfund U₃O₈ (zusätzlich separat genannte Bestände am Irigaray CPP)
  • Kapitalmaßnahme: 234 Mio. USD aus einem öffentlichen Angebot zur Weiterentwicklung von UR&C

Operativ arbeitet UEC parallel an der Ausweitung der Förderung in Wyoming. Seit der Wiederaufnahme am Standort Christensen Ranch wurden laut Bericht bis Ende Oktober 2025 rund 199.000 Pfund ausgefälltes Uran bzw. getrocknetes U₃O₈ am Irigaray CPP aufgebaut. Auch personell wird hochgefahren: Die Belegschaft in Wyoming liegt bei 84 Beschäftigten. Beim Ludeman-Satellitenprojekt läuft Engineering für eine Satellitenanlage, externes Engineering sollte im Januar 2026 starten.

Angebot, Nachfrage – und ein offener Hebel

Der Sektor-Überbau bleibt die zentrale Begründung für den Fokus auf heimische Produzenten. Die World Nuclear Association schrieb im „World Nuclear Outlook“ (Januar 2026), dass für eine Verdreifachung der globalen Nuklearkapazität „mehr als eine Vervierfachung“ der jährlichen Uranproduktion nötig wäre. Gleichzeitig seien US-Versorger mit rund 47 Mio. Pfund Jahresnachfrage die größten Uranverbraucher weltweit.

Das DOE betont zudem, dass die Nachfrage die Primärproduktion deutlich übersteige und die Lücken bis 2045 größer werden könnten. Genau hier versucht UEC anzudocken – mit Beständen, Kapazitätsplänen und US-Fokus.

Ein zusätzlicher Unsicherheits- und zugleich Chancenfaktor ist die ausstehende Entscheidung zur Section-232-Untersuchung über Uranimporte. Laut Earnings Call (Dezember 2025) hat UEC im Vorfeld bewusst ungesicherte Uranbestände aufgebaut, um von möglichen Entscheidungen zugunsten heimischer Produzenten profitieren zu können. Welche Wirkung das entfaltet, hängt direkt vom Ergebnis dieser Prüfung ab.

An der Börse zeigt sich zuletzt aber auch Nervosität: Am Freitag schloss die Aktie bei 17,40 USD, ein Tagesminus von 3,92%.

Konkret dürfte der nächste Impuls weniger von Konferenzauftritten kommen, sondern von zwei Punkten: erstens dem Fortschritt bei UR&C (Machbarkeit und Finanzierungsschritte) und zweitens dem Ergebnis der Section-232-Entscheidung, weil sie die Wettbewerbsposition heimischer Anbieter gegenüber Importen unmittelbar verändern kann.

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