Vulcan Energy Aktie: Finanzspritze für Deutschland-Projekt
Vulcan Energy meldet einen Kassenbestand von 523 Millionen Euro nach Abschluss einer umfangreichen Finanzierungsrunde. Der australische Lithium-Entwickler startete im vierten Quartal 2025 mit dem Bau seiner integrierten Geothermie- und Lithiumextraktionsanlage im deutschen Oberrheingraben. Die Investitionsentscheidung für Phase Eins des Lionheart-Projekts fiel im Dezember.
Wichtigste Eckpunkte:
- Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro gesichert
- Bau in Landau und Frankfurt gestartet
- Glencore als weiterer Abnahmepartner gewonnen
- VanEck stockt Beteiligung auf 5,04 Prozent auf
2,2 Milliarden Euro für Lionheart-Projekt
Das Unternehmen schloss im Berichtsquartal eine Finanzierung von rund 2,2 Milliarden Euro ab. Die Mittel fließen in Bau und Entwicklung der ersten Projektphase. Laut Cashflow-Bericht generierten die Finanzierungsaktivitäten einen Netto-Mittelzufluss von 508,8 Millionen Euro, hauptsächlich aus Eigenkapitalemissionen.
Vulcan schätzt, dass die vorhandenen Mittel bei aktueller Ausgabenrate für 72,2 Quartale ausreichen. Der operative Mittelabfluss lag bei 7,2 Millionen Euro, Investitionen schlugen mit 26 Millionen Euro zu Buche.
Baustart in Landau und Frankfurt
Am Standort Landau erwarb das Unternehmen rund zehn Hektar im Industriegebiet Messegelände Südost D12 für die geplante Geothermie-Lithium-Anlage. Parallel entwickelt Vulcan im Infraserv Park Höchst in Frankfurt eine zentrale Lithiumverarbeitungsanlage.
Die Bohrarbeiten an der Bohrstelle LSC-1 nahe Landau bestätigten die im Feldentwicklungsplan prognostizierten Werte für Lithiumgehalt, Temperatur, Reservoirqualität und Matrixpermeabilität. Eine im Januar 2026 niedergebrachte Seitenbohrung (LSC-1b) erreichte bei Produktionstests die erwarteten Durchflussraten, wobei die Testausrüstung an ihrer Kapazitätsgrenze lief.
Allerdings musste Vulcan eine frühere Seitenbohrung (LSC-1a) wegen Bohrlochinstabilitäten aufgeben. Das Unternehmen verbuchte dafür eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 7,8 Millionen Euro.
Glencore kommt als Abnehmer hinzu
Auf der Absatzseite schloss Vulcan eine verbindliche Abnahmevereinbarung mit Glencore. Der Rohstoffkonzern verpflichtet sich zur Abnahme von 36.000 bis 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat über eine anfängliche Laufzeit von acht Jahren. Neben Glencore haben bereits Stellantis, Umicore und LG Energy Solution Abnahmeverträge für die erste Projektphase unterzeichnet.
Insheim-Anlage liefert Strom
Das bestehende Geothermie-Kraftwerk Natürlich Insheim produzierte im Quartal rund 6,1 Gigawattstunden Grundlaststrom. Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 0,262 Euro pro Kilowattstunde erzielte die Anlage einen Bruttoerlös von 1,6 Millionen Euro.
Phase Eins des Lionheart-Projekts zielt auf eine jährliche Produktionskapazität von 24.000 Tonnen batterietauglichem Lithiumhydroxid – ausreichend für etwa 500.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr. Zusätzlich sollen 275 Gigawattstunden Strom und 560 Gigawattstunden Wärme jährlich über eine geschätzte Projektlaufzeit von 30 Jahren erzeugt werden.
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