Vonovia Aktie: Zinswind dreht
Vonovia arbeitet sichtbar an zwei Fronten: Schulden langfristiger aufstellen und Vertrauen am Kapitalmarkt zurückgewinnen. Genau diese Mischung treibt die jüngste Erholung – doch der nächste Prüfstein steht schon fest. Kann der Aufwärtstrend halten, wenn am 19. März die Jahreszahlen kommen?
Neue Anleihe, klarer Zweck
Der Konzern hat eine neue Eurobond-Emission über 9,9488 Milliarden Yen platziert: 2,94%, Laufzeit bis Februar 2036, unbesichert. Hinter der Transaktion steckt vor allem aktives Schuldenmanagement. Die Erlöse sollen vor allem in ein Rückkaufangebot für unbesicherte Euro-Anleihen fließen, die bis 2027 fällig werden.
Der Effekt ist simpel, aber wichtig: Vonovia tauscht kurzfristigere Verbindlichkeiten gegen längere Laufzeiten und glättet damit das Fälligkeitsprofil. Bereits im November 2025 hatte der Konzern drei Eurobond-Serien mit 2,25 Milliarden Euro Gesamtvolumen und Laufzeiten von 7, 11 und 15 Jahren platziert – damals mit 3,96% Durchschnittszins und 3,4-facher Überzeichnung.
Rückenwind: sinkende Renditen und bessere Stimmung
Dass der Markt das Thema Refinanzierung zuletzt weniger kritisch bewertet, hat auch mit dem Zinsumfeld zu tun. Europäische Anleiherenditen sind laut Quelltext seit Wochen rückläufig – ein zentraler Treiber für stark fremdfinanzierte Geschäftsmodelle. In der Folge wirkt die Kapitalmarkt-Story wieder etwas „aufgeräumter“, während sich die Immobilienpreise stabilisieren.
Zusätzlich kam Unterstützung von Analystenseite: Morgan Stanley stufte auf „Equal-Weight“ (zuvor „Underweight“) hoch und nannte als Gründe unter anderem Potenzial für weiteren Schuldenabbau unter einem neuen CEO sowie breiteres Anlegerinteresse an physischen Sachwerten. Das Kursziel liegt bei 30 Euro.
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Kursbild: Erholung, aber noch kein Freifahrtschein
Die Aktie notiert heute bei 28,50 Euro und liegt damit seit Jahresanfang 18,16% im Plus. Auffällig ist auch das Momentum der vergangenen Wochen: +16,71% in 30 Tagen. Gleichzeitig ist das Papier noch 5,79% vom 52‑Wochen‑Hoch bei 30,25 Euro entfernt – der Bereich bleibt damit eine naheliegende Hürde, sollte die Bewegung weiterlaufen.
Technisch ist die Lage laut Quelltext freundlicher geworden, unter anderem durch das Zurückerobern langfristiger Durchschnittslinien. Der RSI (14 Tage) steht bei 37,3 – das signalisiert eher eine gedämpfte kurzfristige Dynamik als Überhitzung.
Nächster Fixpunkt: Zahlen am 19. März
Entscheidend wird, ob die operative Entwicklung den verbesserten Kapitalmarkt- und Chart-Eindruck untermauert. Am 19. März 2026 legt Vonovia die finalen Ergebnisse für 2025 vor. Für 2026 stellt das Management eine bereinigte EBITDA-Spanne von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro in Aussicht; in den ersten neun Monaten 2025 lag das bereinigte EBITDA bei 2,1 Milliarden Euro (plus 6,4%).
Nach dem kräftigen Lauf seit Dezember wird dieser Termin zur Messlatte: Bestätigung der EBITDA-Spanne und Fortschritte beim Laufzeitenmanagement wären die naheliegendsten Argumente, warum das Kursniveau über 28 Euro mehr ist als nur eine technische Erholung.
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