Die Voestalpine-Akte dürfte sich in den Augen der Anleger zu einem Favoriten auf dem österreichischen Markt entwickelt haben. Schließlich konnte der Kurs sich trotz eher ungünstiger Marktbedingungen im Jahresvergleich mehr als verdoppeln und Anzeichen der Schwäche waren zuletzt spärlich gesät. Die Analysten der Wiener Privatbank würdigten das Abschneiden des Konzerns nun mit einer deutlichen Kurserhöhung, mahnen aber dennoch zur Vorsicht.

Denn obschon das Kursziel von 36,50 Euro auf nun 41,50 Euro zulegt, bleibt die Schätzung damit weit unter den letzten Schlusskursen. Begründet wird dies auch mit einem Blick auf die letzten Quartalszahlen, welche eine leicht rückläufige Geschäftsentwicklung erkennen ließen. Obschon der Ausblick für das laufende Jahr bestätigt wurde, reduzieren die Börsenprofis ihr Rating von einem neutralen "Halten" auf ein klar negatives "Verkaufen".

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Voestalpine: Ausgereizt?

Das Kurspotenzial wird also als ausgereizt, vielleicht sogar schon weit überdehnt angesehen. Denn mit einem Schlusskurs von 48,64 Euro am Donnerstag lag die Voestalpine-Aktie zuletzt noch weit über dem Kursziel der Wiener Privatbank. Das muss nichts bedeuten, wird von den Anlegern aber auch nicht einfach auf die leichte Schulter genommen. Der Kurs gab am Freitagmorgen in Stuttgart um 0,7 Prozent auf 48,28 Euro nach.

Grundsätzlich kann Voestalpine noch mit einigen Chancen glänzen. Dazu gehören Bestrebungen der EU, chinesische Stahlimporte zu begrenzen und damit hiesigen Anbietern etwas mehr Luft zu verschaffen. Darüber hinaus könnten sich massive Vorhaben bei Infrastrukturprojekten positiv auswirken. Beides sind allerdings Faktoren, die sich wahrscheinlich frühestens im zweiten Halbjahr merklich auswirken werden, und speziell auf die Politik ist leider nicht immer Verlass.

Kein Grund zur Panik?

Es ist nachvollziehbar, dass die Analysten nach einer beeindruckenden Rallye der Voestalpine-Aktie etwas skeptisch werden. Schließlich steht auch noch ein wenig der Beweis dafür aus, dass der Konzern sich seine Vorschusslorbeeren auch vollumfänglich verdient hat. Unter dem Strich bleibt es aber bei einer einzelnen Analystenmeinung, der noch einige optimistischere Stimmen entgegenstehen. Das höchste Kursziel ist derzeit bei 57 Euro zu finden und stellt damit ein Aufwärtspotenzial von rund 17 Prozent in Aussicht.

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