Endet die lange Durststrecke für Deutschlands größten Wohnungskonzern? Am Dienstag senden Charttechnik und Analysten fast zeitgleich positive Signale, die den DAX-Titel antreiben. Während Anleger auf den neuen CEO und stabile Sachwerte setzen, rückt eine entscheidende Marke im Chart in den Fokus.

Charttechnik trifft auf Kaufinteresse

Die Aktie gehört heute mit einem deutlichen Plus von 3,27 Prozent auf 28,44 Euro zu den klaren Gewinnern im deutschen Leitindex. Marktbeobachter werten die Bewegung als Reaktion auf eine technische Befreiung: Experten von HSBC identifizieren das Überwinden der 200-Wochen-Linie als potenziellen Startschuss für eine Bodenbildung. Mit dem Sprung über wichtige gleitende Durchschnitte scheint der Weg in Richtung der 30-Euro-Marke nun charttechnisch geebnet.

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Analysten drehen beigere

Rückenwind liefert zudem eine Neubewertung durch Morgan Stanley. Die US-Bank gab ihre fast zweijährige negative Haltung auf und stufte das Papier hoch. Besonders interessant ist die Begründung: Das sogenannte „HALO“-Thema (Heavy Assets, Low Obsolescence). In Zeiten, in denen Künstliche Intelligenz viele Geschäftsmodelle bedroht, punktet ein Portfolio aus physischen Mietwohnungen durch Beständigkeit. Europäische Immobilienaktien gelten bei globalen Fondsmanagern derzeit als stark untergewichtet, was Nachholpotenzial suggeriert.

Hoffnungsträger und Risiken

Ein weiterer Treiber für den Optimismus ist der neue CEO Luka Mucic. Seine Erfolgsbilanz bei der massiven Schuldenreduzierung seines vorherigen Arbeitgebers Vodafone weckt Fantasie am Markt. Gelingt ihm eine ähnliche Entschuldung bei Vonovia durch gezielte Verkäufe, könnte dies eine fundamentale Neubewertung auslösen.

Ganz wolkenlos ist der Himmel jedoch nicht. Politische Diskussionen um Mietrechtsreformen und Kritik an Mieterhöhungen bleiben ein ständiger Begleiter für den Sektor. Diese regulatorischen Unsicherheiten könnten die Euphorie dämpfen, sollte der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen verschärfen.

Der 19. März bringt Gewissheit

Der entscheidende Impuls für die mittelfristige Entwicklung dürfte am 19. März 2026 erfolgen. Dann legt Vonovia den Geschäftsbericht für 2025 vor. Anleger werden hier besonders prüfen, ob sich die Immobilienbewertungen (NAV) stabilisiert haben und die prognostizierte EBITDA-Steigerung auf bis zu 3,05 Milliarden Euro für das laufende Jahr realistisch bleibt. Hält die Aktie bis dahin das aktuelle Niveau, ist ein Test des 52-Wochen-Hochs bei 30,25 Euro das nächste logische Szenario.

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