Die Politik dreht beim Mietrecht erneut an den Stellschrauben – und große Vermieter wie Vonovia könnten dadurch weniger Spielraum bei Mieterhöhungen bekommen. Ein Referentenentwurf aus dem Bundesjustizministerium liegt auf dem Tisch, die Details sind für den Markt entscheidend. Wie stark würde eine Deckelung von Indexmieten die künftigen Erträge bremsen?

Die wichtigsten Punkte aus dem Entwurf:
- Indexmieten: jährliche Erhöhungen sollen auf maximal 3,5% der Nettokaltmiete begrenzt werden
- Möblierungszuschläge: strengere Transparenzpflichten, Alter der Möbel soll berücksichtigt werden
- Kurzzeitmieten: Ausnahme von der Mietpreisbremse nur noch bei Verträgen bis maximal sechs Monate
- Schonfristzahlungen: erweiterte Möglichkeit, eine ordentliche Kündigung wegen Zahlungsrückständen durch Nachzahlung abzuwenden

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Was der Entwurf konkret ändern würde

Der Referentenentwurf zur Mietrechtsreform befindet sich aktuell in der Ressortabstimmung der schwarz-roten Koalition. Inhaltlich zielt er auf stärkeren Mieterschutz ab.

Für Wohnungsunternehmen sticht vor allem die geplante Deckelung von Indexmieten heraus. Indexmieten koppeln Mieterhöhungen an die Inflation – eine Begrenzung auf 3,5% pro Jahr würde diese automatische Anpassung spürbar einhegen, besonders in Phasen höherer Teuerung.

Verbände: Zustimmung und scharfe Kritik

Die Reaktionen fallen erwartungsgemäß gemischt aus. Der Deutsche Mieterbund begrüßt die Richtung, fordert aber weitere Schritte: ein vollständiges Verbot von Indexmieten bei Neu- und Wiedervermietungen sowie eine generelle Begrenzung von Mieterhöhungen auf 2% pro Jahr.

Haus und Grund lehnt den Entwurf dagegen deutlich ab. Verbandspräsident Kai Warnecke nannte den vorgeschlagenen Pauschalaufschlag für möblierte Wohnungen gegenüber der Funke-Mediengruppe einen „schlechten Scherz“.

Nächste Termine: März wird wichtig

Parallel zur politischen Debatte richtet sich der Blick auf den Vonovia-Kalender. Denn im März kommen die Jahreszahlen – und damit frische Hinweise, wie sich die Immobilienbewertungen entwickelt haben. Nach den Abwertungen der vergangenen Jahre durch das veränderte Zinsumfeld suchen Marktteilnehmer vor allem nach Signalen einer Stabilisierung der Buchwerte.

Wichtige Termine:
- 19. März 2026: Geschäftsbericht 2025 (inkl. erwartetem Dividendenvorschlag für 2025)
- 7. Mai 2026: Zwischenbericht 1. Quartal 2026
- 21. Mai 2026: Hauptversammlung (Entscheidung über die Dividende 2025)

Zur Einordnung: Für 2024 hatte Vonovia 1,22 Euro je Aktie ausgeschüttet. Die Hauptversammlung im Mai 2025 stimmte dem mit 97,2% zu; das entsprach einer Steigerung um 36% gegenüber 0,90 Euro für 2023.

Im politischen Prozess steht die Reform noch vor mehreren Hürden: Nach Verbändeanhörung müssten Kabinett und anschließend der Bundestag zustimmen. Einen Zeitplan für das Inkrafttreten nennt das Ministerium bislang nicht – während die Mietpreisbremse bereits bis Ende 2029 verlängert ist.

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