Vonovia Aktie: Produktportfolio überprüft
Rolf Buch hat das operative Geschäft von Vonovia zum Jahreswechsel abgegeben – doch seine größte Wette steht erst bevor. Der langjährige Konzernchef kaufte am 2. Januar 38.000 Call-Optionen auf die Aktie seines ehemaligen Arbeitgebers. Investitionsvolumen: 60.000 Euro. Basispreis: 28 Euro. Laufzeit: Bis Dezember 2027. Das Signal ist eindeutig – aber steht es im Widerspruch zur aktuellen Kursentwicklung?
Die wichtigsten Fakten zur Insider-Transaktion:
- 38.000 Call-Optionen mit Strike bei 28 Euro erworben
- Investition von 60.000 Euro durch Ex-CEO Rolf Buch
- Aktueller Kurs bei 25,39 Euro – fast 10% unter dem Basispreis
- Laufzeit bis 17. Dezember 2027 – Wette auf mittelfristige Erholung
- Aggressive Positionierung: Buch verzichtet auf Aktien-Sicherheit für Hebel-Chance
Vom sicheren Gehalt zum riskanten Hebel
Die Transaktion hat es in sich. Buch profitiert erst ab Kursen deutlich über 28 Euro – die Aktie müsste also mindestens 10 Prozent zulegen, bevor die Optionen überhaupt in die Gewinnzone laufen. Wer Call-Optionen kauft statt Aktien, tauscht Sicherheit gegen Hebelwirkung. Ein solcher Trade ist keine konservative Altersvorsorge, sondern eine klare Ansage: Der Ex-Chef rechnet mit einer signifikanten Kurserholung in den kommenden 24 Monaten.
Die Frage ist nur: Was weiß Buch, was der Markt nicht weiß? Die heutige Kursentwicklung jedenfalls spricht eine andere Sprache. Bei 25,39 Euro verliert das Papier 0,08 Prozent, während der DAX neue Rekorde aufstellt.
Mucic muss operative Wende schaffen
Der neue Vorstandschef Luka Mucic steht unterdessen unter Druck, die Richtung zu bestimmen. Auf dem ODDO BHF Forum präsentierte sich der ehemalige SAP- und Vodafone-Finanzvorstand erstmals in seiner neuen Rolle. Investoren erwarten konkrete Fortschritte beim Schuldenabbau und der Portfolio-Optimierung – keine Visionen, sondern harte Zahlen.
Die technische Lage bleibt anspruchsvoll. Mit einem Abstand von über 7 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt bei 27,33 Euro fehlt der Aktie derzeit ein klarer Aufwärtstrend. Das 52-Wochen-Hoch von 30,39 Euro liegt in weiter Ferne.
Kleinere Signale: Solar-Streit beigelegt
Im operativen Geschäft verbuchte Vonovia einen Teilerfolg. Nach monatelangem Rechtsstreit einigte sich der Konzern mit einem Mieter über die Installation von Balkonkraftwerken. Die Einigung ebnet den Weg für Tausende Mini-Solaranlagen im Wohnungsbestand – ein Pluspunkt für die ESG-Bewertung, aber kein unmittelbarer Kurstreiber.
Widerspruch zwischen Insider und Markt
Buchs Options-Kauf setzt ein markantes Zeichen. Wer die internen Abläufe und Perspektiven eines Unternehmens über Jahre gelenkt hat, handelt selten ohne Überzeugung. Die aktuelle Kursschwäche bei gleichzeitig solidem DAX-Umfeld zeigt jedoch: Der Markt teilt diese Einschätzung derzeit nicht. Bleibt die Unterstützung bei 25 Euro stabil, könnte die Basis für eine Erholung gelegt sein. Rutscht der Kurs darunter, dürfte weiterer Abgabedruck folgen – und Buchs 60.000-Euro-Wette würde zunehmend ambitioniert aussehen.
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