Volkswagen Aktie: US-Kosten steigen
Volkswagen muss in den USA nachlegen: Das neue Scout-Werk in South Carolina wird deutlich teurer als geplant. Gleichzeitig kommt aus Analystensicht Rückenwind – vor allem wegen der China-Strategie. Was wiegt für Anleger kurzfristig schwerer: die Mehrkosten in den USA oder der strategische Kurs in Asien?
Werk in South Carolina: Eine Milliarde mehr
Die US-Tochter Scout Motors bestätigte heute, dass die Investitionssumme für die geplante Fabrik in South Carolina steigt. Aus den ursprünglich kommunizierten mindestens 2 Milliarden US-Dollar werden nun 3 Milliarden US-Dollar – also 1 Milliarde mehr.
Ein Treiber der höheren Summe ist die Einbindung eines Zuliefererparks. Allein dieser Teil soll mit rund 300 Millionen US-Dollar zu Buche schlagen. Politische Kritik blieb nicht aus: Der US-Kongressabgeordnete Ralph Norman stellte am Dienstag die Rentabilität des Projekts angesichts der steigenden Kosten infrage.
Bemerkenswert ist auch die Anpassung der Produktionsplanung. Statt ausschließlich batterieelektrischer Fahrzeuge sollen dort „vor allem“ Modelle mit Range Extendern (Reichweitenverlängerern) gebaut werden. Begründet wird das mit veränderter Nachfrage in den USA – ein Hinweis darauf, dass Scout die Produktstrategie stärker am Markttrend ausrichtet als ursprünglich gedacht.
Analystenfokus: China soll „zweites Wolfsburg“ werden
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Trotz der US-Schlagzeilen bleibt die Analystenstimmung konstruktiv. Deutsche Bank Research bestätigte die Einstufung „Buy“ und ließ das Kursziel bei 120 Euro.
In der Studie betonte Analyst Tim Rokossa die „Local-for-local“-Strategie in China: Entscheidend sei, vor Ort Strukturen aufzubauen, die einem „zweiten Wolfsburg“ entsprechen. Der Hintergrund: Volkswagen hatte in China zuletzt Marktanteile an lokale Anbieter verloren und war auf Rang drei zurückgefallen. Genau hier soll die strategische Neuausrichtung ansetzen.
Die Fakten im Überblick
- Scout-Investition: 3 Mrd. USD statt 2 Mrd. USD Mindestinvestition (plus 1 Mrd. USD)
- Zusatzbaustein: Zuliefererpark, rund 300 Mio. USD
- Produktion: Fokus künftig stärker auf Range-Extender-Modelle statt nur BEV
- Analysten: Deutsche Bank bestätigt „Buy“, Kursziel 120 €
- Aktie (Schlusskurs heute): 102,20 € (YTD: -3,86%, 12 Monate: +8,08%)
Am Markt zeigte sich die Vorzugsaktie heute unaufgeregt: Mit 102,20 Euro liegt sie leicht unter dem 50-Tage-Durchschnitt (103,92 Euro). Der RSI von 27,8 deutet zudem auf eine technisch stark abgekühlte Lage hin.
Zum nächsten Fixpunkt wird der Termin am 10. März 2026, wenn Volkswagen die Q4-2025-Bilanz vorlegt – dann dürfte sich auch zeigen, wie viel Gewicht Investoren den US-Mehrkosten im Gesamtbild tatsächlich geben.
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