Der chinesische Elektroautobauer BYD startet holprig ins neue Jahr. Die im Februar 2026 vorgelegten Verkaufszahlen zeigen einen drastischen Einbruch – und verstärken die Sorgen über verschärften Wettbewerb im Heimatmarkt. Die Aktie steht unter Druck.

Verkäufe brechen um 30 Prozent ein

Die Zahlen für Januar 2026 fallen ernüchternd aus: BYD verkaufte weltweit 210.051 Fahrzeuge – ein Rückgang von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Januar 2025: ca. 300.500 Einheiten).

Noch deutlicher wird der Kontrast im Monatsvergleich. Nach dem traditionellen Jahresendspurt im Dezember 2025 halbierten sich die Auslieferungen nahezu. Verantwortlich für den Einbruch sind mehrere Faktoren:

  • Lunar New Year: Die frühe Lage des chinesischen Neujahrsfests 2026 beeinträchtigte Produktion und Auslieferungen erheblich.
  • Subventionsänderungen: Auslaufende staatliche Förderungen und das Ende von Jahresend-Rabatten dämpften die Nachfrage.
  • Segmentschwäche: Reine Elektrofahrzeuge (BEV) sanken um 34 Prozent auf 83.249 Einheiten, Plug-in-Hybride (PHEV) um 29 Prozent auf 122.269 Einheiten.

Geely überholt BYD im Heimatmarkt

Neben saisonalen Effekten verschärft sich der Konkurrenzdruck. Berichten zufolge lieferte Geely im Januar rund 124.252 Elektro- und Hybridfahrzeuge in China aus – möglicherweise erstmals mehr als BYD im reinen Inlandsgeschäft (ohne Exporte).

Geelys Galaxy-Serie gewinnt an Fahrt, während neue Wettbewerber wie Xiaomi und Leapmotor mit aggressiver Preispolitik in den Markt drängen. Auch international reagieren Rivalen: Kia senkte in Südkorea die Preise um bis zu 3 Millionen Won (ca. 2.000 US-Dollar), um BYD und Tesla Paroli zu bieten.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?

Gegenstrategie: Indien und Vietnam im Fokus

BYD setzt auf internationale Expansion, um die Abhängigkeit vom chinesischen Markt zu reduzieren. Am 3. Februar 2026 bestätigte Vorstandsmitglied Stella Li, dass ein speziell für Indien entwickeltes Elektromodell in Arbeit ist. Einen konkreten Termin nannte sie nicht.

Parallel baut der Konzern seine Produktionskapazitäten in Südostasien aus. In Vietnam entsteht ein 130 Millionen US-Dollar teures Batteriewerk in Partnerschaft mit einem lokalen Unternehmen, zunächst für Nutzfahrzeuge. Zudem plant BYD für das zweite Quartal 2026 den Start der neuen Submarke 'Linghui Auto'.

Aktie verliert an Boden

An der Hongkonger Börse notierte die BYD-Aktie am 4. Februar bei rund 89,20 HKD – ein weiterer Rückschlag nach einem Monatsverlust von etwa 7 bis 8 Prozent. Investoren warten nun auf den Geschäftsbericht im März 2026. Entscheidend wird, ob die geplanten 1,3 Millionen Export-Einheiten für 2026 die Schwäche in China ausgleichen können. Die schwachen Januar-Zahlen setzen BYD jedenfalls unter Zugzwang.

Anzeige

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...