BayWa Aktie: Aufsichtsrat im Umbruch
Die BayWa AG räumt ihr Kontrollgremium auf. Gleich drei Aufsichtsräte auf der Kapitalseite verlassen das Unternehmen – darunter die CSU-Politikerin Monika Hohlmeier. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung, die nach einem turbulenten Jahresstart dringend nötig erscheint. Denn parallel laufen Gespräche über eine mögliche Anpassung des Sanierungskonzepts, weil der geplante Verkauf der Ökostromtochter womöglich weniger einbringt als erhofft.
Drei Abschiede bis Ende Mai
Michael Höllerer und Monika Hohlmeier legen ihre Mandate zum 31. März 2026 nieder, Monique Surges folgt Ende Mai. Die Nachfolger sollen der Hauptversammlung 2026 zur Wahl vorgeschlagen werden. Das Unternehmen begründet die Wechsel mit der Notwendigkeit, das Gremium stärker auf die Anforderungen des Sanierungsgutachtens auszurichten.
Die Umbesetzung kommt nicht aus heiterem Himmel. Bereits Anfang Januar trat der erst wenige Monate zuvor angetretene Vorstandschef mit sofortiger Wirkung zurück. Kurz darauf wurden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I gegen einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden wegen Untreueverdachts bekannt.
Sanierungsplan unter Druck
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Noch brisanter: Der Vorstand führt derzeit vorsorgliche Gespräche mit Finanzierungspartnern und Hauptaktionären über mögliche Anpassungen des Sanierungskonzepts. Grund sind Befürchtungen, dass der Verkauf der BayWa r.e. aufgrund veränderter Marktbedingungen weniger Erlöse bringen könnte als ursprünglich kalkuliert. Der Verkauf von Unternehmensteilen gilt als zentraler Baustein, um die hohe Verschuldung abzubauen.
Die wichtigsten Punkte:
- Drei Aufsichtsräte verlassen das Gremium bis Mai 2026
- Vorstand verhandelt über Anpassung des Sanierungsplans
- Erlöse aus r.e.-Verkauf könnten niedriger ausfallen als erhofft
- Januar brachte bereits Vorstandsrücktritt und Ermittlungen
Am 26. März folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Bis dahin dürfte Klarheit herrschen, wie realistisch die ursprünglichen Sanierungsziele noch sind – und ob die personelle Neuaufstellung ausreicht, um das Vertrauen der Gläubiger zu stabilisieren.
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