Siemens Energy prescht mit Macht in den amerikanischen Markt vor. Eine Milliarde US-Dollar will der Energietechnikkonzern in den Ausbau seiner US-Produktion stecken – getrieben vom explodierenden Strombedarf durch Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Gleichzeitig äußerte sich CEO Christian Bruch erstmals konkret zur Zukunft der kriselnden Windkrafttochter Gamesa.

Die wichtigsten Fakten:

  • 1 Milliarde US-Dollar fließen in US-Produktionskapazitäten
  • 1.500 neue Arbeitsplätze in den USA geplant
  • Neues Werk in Mississippi für Stromnetz-Komponenten
  • CEO Bruch: Gamesa-Abspaltung "absolut berechtigte Frage"
  • Quartalszahlen am 11. Februar erwartet

Angriff auf den US-Energiemarkt

Der Münchner Konzern baut bestehende Fabriken für Netz- und Gasturbinentechnik massiv aus. Hinzu kommt ein komplett neues Werk in Mississippi, das künftig zentrale Komponenten für das Stromnetz produzieren soll. Die Belegschaft in den USA wächst damit um über zehn Prozent – von aktuell rund 12.000 auf 13.500 Mitarbeiter.

Der Treiber hinter dieser Expansion: Rechenzentren und KI-Infrastruktur treiben den Strombedarf in die Höhe. Die fortschreitende Elektrifizierung neuer Industrien verstärkt den Trend zusätzlich. Siemens Energy positioniert sich gezielt als Ausrüster für den wachsenden Energiehunger der Digitalwirtschaft.

Gamesa-Zukunft erstmals auf dem Tisch

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Im Reuters-Interview vom gestrigen Dienstag sprach CEO Christian Bruch Klartext zur Windkraftsparte. Die Frage nach einer Abspaltung von Siemens Gamesa sei "absolut berechtigt". Der aktivistische Investor Ananym Capital hatte im Dezember 2025 eine Beteiligung bekanntgegeben und genau diese Prüfung gefordert.

Allerdings dämpfte Bruch die Erwartungen: Zunächst müsse die Sparte stabilisiert und profitabel werden. Nach einem operativen Verlust von 1,36 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 strebt Siemens Gamesa für das laufende Jahr die schwarze Null an. Bis 2028 soll eine operative Marge von drei bis fünf Prozent erreicht werden.

Als Vorbild nannte der CEO das Netzgeschäft Grid Technologies. Dort gelang ein beeindruckender Turnaround: Die Marge kletterte von 3,6 Prozent im Jahr 2022 auf 15,8 Prozent im Jahr 2025. Ein ähnlicher Wandel bei der Offshore-Windkraft sei möglich, aktuell aber noch nicht absehbar.

Zahlen und Ausblick

Am 11. Februar legt Siemens Energy die Ergebnisse des ersten Quartals im Geschäftsjahr 2026 vor. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 11 und 13 Prozent an. Die Gewinnmarge vor Sondereffekten soll zwischen 9 und 11 Prozent liegen. Am 26. Februar folgt die Hauptversammlung in Berlin, auf der über die vorgeschlagene Dividende von 0,70 Euro je Aktie abgestimmt wird.

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