Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern verkauft eine weitere Tochtergesellschaft und steht kurz vor der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen. Am 29. Januar gab Voestalpine den Verkauf von BÖHLER Profil an den US-Industriekonzern Kadant bekannt. Am 11. Februar folgen die Zahlen zum dritten Quartal 2025/26.

BÖHLER Profil wechselt den Besitzer

Der Hersteller von Spezialprofilen für industrielle Anwendungen und Industriemessern aus dem niederösterreichischen Bruckbach erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 51,5 Millionen Euro. Rund 150 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, die Belegschaft wird vom neuen Eigentümer übernommen. Die Transaktion soll noch im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 abgeschlossen werden, sobald die österreichischen Behörden grünes Licht geben.

Der Verkauf reiht sich in die laufenden Reorganisationsmaßnahmen ein. Bereits Ende Januar 2025 hatte Voestalpine den Verkauf von Buderus Edelstahl abgeschlossen. Besonders die deutschen Automotive-Components-Standorte und die High Performance Metals Division stehen im Fokus der Umstrukturierung.

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Gemischte Ausgangslage vor den Quartalszahlen

Im ersten Halbjahr 2025/26 (April bis September 2025) sank der Umsatz auf 7,6 Milliarden Euro nach 8 Milliarden Euro im Vorjahr. Das EBITDA verbesserte sich leicht auf 722 Millionen Euro (Vorjahr: 718 Millionen Euro), das EBIT stieg auf 345 Millionen Euro (338 Millionen Euro). Die Nettofinanzverschuldung reduzierte sich deutlich von 2 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro, die Gearing Ratio sank von 27,5 auf 19,5 Prozent.

Die Entwicklung der einzelnen Segmente zeigt ein uneinheitliches Bild: Während Bahninfrastruktur, Luftfahrt und Lagertechnik positiv verliefen, stagnierten Bau, Maschinenbau und Konsumgüter auf niedrigem Niveau. In der Automobilbranche verzeichnete der Konzern stabile Nachfrage nach Stahlprodukten, das Komponentengeschäft schwächelt hingegen.

Prognose trotz US-Zollmaßnahmen bestätigt

Der Vorstand hält an der Jahresprognose fest: Das EBITDA soll zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro liegen. In dieser Einschätzung sind bereits die negativen Auswirkungen der US-Zollmaßnahmen auf Stahl- und Aluminiumimporte eingepreist. Die Mitarbeiterzahl sank im Jahresvergleich um 4,1 Prozent auf rund 49.600 Vollzeitäquivalente.

Am 11. Februar werden die Zahlen zum dritten Quartal 2025/26 zeigen, ob der Konzern auf Kurs liegt, die Jahresziele zu erreichen.

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