Trade Desk Aktie: Chefwechsel belastet
Ein überraschender Wechsel in der Finanzspitze bringt Unruhe in eine ohnehin sensible Phase. The Trade Desk hat seinen CFO Alexander Kayyal abrupt vor die Tür gesetzt – und obwohl das Unternehmen seine Prognose bestätigt, wirkt die Aktion wie Sand im Getriebe. Entscheidend wird nun, ob die anstehenden Quartalszahlen das Vertrauen wieder stabilisieren können.
Unerwarteter CFO-Abgang sorgt für Stirnrunzeln
Ende Januar teilte das Unternehmen mit, dass Alexander Kayyal zum 24. Januar 2026 „gekündigt“ wurde. Er war erst rund fünf Monate im Amt. Auffällig: Die Wortwahl („termination“) wich von der sonst üblichen, weicheren Sprache bei Managementwechseln ab – genau das hat am Markt sofort Spekulationen über interne Stabilität befeuert, ohne dass das Unternehmen Details nannte.
Als Übergangslösung übernimmt Tahnil Davis als Interim-CFO. Davis ist seit elf Jahren im Unternehmen und war zuletzt Chief Accounting Officer. Damit setzt der Vorstand zunächst auf Erfahrung aus den eigenen Reihen, während parallel ein dauerhafter Nachfolger gesucht wird.
Prognose bleibt stehen – ein wichtiges Signal
Gleichzeitig mit der Personalie bestätigte das Management die Guidance für das vierte Quartal 2025. Weiterhin erwartet das Unternehmen:
- Umsatz: mindestens 840 Mio. US-Dollar
- Adjusted EBITDA: etwa 375 Mio. US-Dollar
- Nächster Quartalsbericht: 25. Februar 2026
Diese Bestätigung ist ein zentraler Punkt: Sie spricht zumindest dafür, dass der Schritt nicht mit einer unmittelbar verschlechterten operativen Entwicklung zusammenhing. Genau diesen Aspekt werten einige Beobachter als „positive Unterseite“ der Meldung.
Kursdruck und Analysten werden vorsichtiger
An der Börse kam die Nachricht trotzdem schlecht an. Die Aktie hat zuletzt neue 52-Wochen-Tiefs getestet und liegt aktuell bei 29,75 US-Dollar – auf 12-Monats-Sicht -74%. Anleger preisen damit vor allem das Governance-Risiko ein: Immerhin ist es bereits der zweite Wechsel auf dem CFO-Posten in weniger als einem Jahr.
Auch Analysten passten ihre Erwartungen an. Rosenblatt Securities senkte das Kursziel auf 53 US-Dollar (von 64) und blieb zwar bei „Buy“, verwies aber auf die Notwendigkeit, die Führungsruhe wiederherzustellen. Truist Securities reduzierte das Kursziel ebenfalls – auf 60 US-Dollar – und begründete das mit der erhöhten Vorsicht wegen der Management-Volatilität.
Was am 25. Februar zählen wird
Mit Blick auf den Quartalsbericht am 25. Februar 2026 wird der Markt drei Punkte besonders genau abklopfen: Erstens, ob es einen klaren Zeitplan für die Suche nach einem permanenten CFO gibt. Zweitens, ob The Trade Desk operativ liefert – also die Umsatz-Untergrenze von 840 Mio. US-Dollar nicht nur erreicht, sondern idealerweise übertrifft, und wie stabil die Margen im umkämpften Ad-Tech-Markt bleiben. Drittens wird der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 zur Nagelprobe: Er zeigt, ob der interne Wirbel bereits Spuren in Planung und Umsetzung hinterlässt.
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