Der österreichische Motorradhersteller KTM konnte sich wieder etwas erholen, stellt mittlerweile wieder Motorräder her und will in Zukunft auch wieder zurück zum Wachstumskurs finden. Ganz abgeschlossen war die Sanierung des zuvor insolventen Unternehmens noch nicht. Gesichert hatte man sich für den Weiterbetrieb einen Kredit in Höhe von 450 Millionen Euro von Bajaj Auto. Dessen Rückzahlung scheint nun in trockenen Tüchern zu sein.

Wie die Konzernmutter Bajaj Mobility am Freitag mitteilte, konnte KTM sich über ein Bankenkonsortium einen Kredit in Höhe von 550 Millionen Euro sichern. Dabei handele es sich um ein unbesichertes Darlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einer Zinsrate im "niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich". Das scheint angesichts der aktuellen Lage kein schlechter Deal zu sein und es spricht dafür, dass die Banken noch Vertrauen in KTM haben.

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Bajaj Mobility macht einen Haken

Mit dem Abschluss des Kreditvertrags sieht Bajaj Mobility die Refinanzierungsmaßnahmen bei KTM als abgeschlossen an. Optimisten erkennen darin ein Signal dafür, dass die Tochter sich nun voll und ganz auf ihr Kerngeschäft und eine Erholung konzentrieren kann. Eine Garantie dafür, dass sich Absatzzahlen und Gewinne plötzlich steigern werden, ergibt sich daraus aber freilich nicht.

Das wissen auch die Anteilseigner, welche die Meldung eher schulterzuckend zur Kenntnis nehmen. Die Bajaj Mobility-Aktie bleibt aktuell in einem Seitwärtstrend hängen und kam auch im frühen Handel am Freitag kaum vom Fleck. Zum Handel am Mittag reichte es in Wien für 17,48 Euro. Damit hält man sich das 52-Wochen-Tief bei 10,64 Euro auf Abstand, blickt aber auch auf Verluste von knapp 23 Prozent im Jahresvergleich.

Die Anleger warten noch ab

Nachdem die ehemalige Pierer Mobility AG von Bajaj übernommen wurde und die Sanierungsmaßnahmen bei KTM weitgehend abgeschlossen sind, warten die Anleger nun auf Signale für die Zukunft. Noch steht der österreichische Traditionshersteller auf eher wackeligen Beinen und der Erholungsversuch startet in einem denkbar ungünstigen Marktumfeld. Es bleiben aber dennoch Chancen bestehen, nicht zuletzt aufgrund schmerzhafter, aber notwendiger Sparmaßnahmen. Jene dürften sich in Zukunft auch bei den Bilanzen bemerkbar machen.

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