Voestalpine trotzt dem schwierigen Marktumfeld in Europa. Während der Umsatz leicht nachgab, konnte der Stahlkonzern in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 den Gewinn überraschend deutlich steigern. Gleichzeitig richtet das Management den Blick nach Osten und kündigt eine konkrete Expansion in Indien an, um die Abhängigkeit von schwächelnden Sektoren zu verringern.

Gewinnsprung gegen den Trend

Obwohl der Umsatz in den ersten neun Monaten (per 31. Dezember 2025) auf 11,1 Milliarden Euro sank, verbesserte sich die Ertragslage signifikant. Verantwortlich für den Umsatzrückgang waren primär Reorganisationsmaßnahmen. Auf der Ergebnisseite zahlen sich diese Schritte jedoch aus: Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte rund 1 Milliarde Euro, während der Gewinn nach Steuern um satte 25,1 Prozent auf 259 Millionen Euro kletterte. Ein starker Cashflow und der Abbau der Nettofinanzverschuldung unterstreichen die wiedergewonnene finanzielle Stabilität.

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Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
* Umsatz: 11,1 Mrd. EUR
* EBITDA: 1,0 Mrd. EUR
* EBIT: 473 Mio. EUR
* Gewinn nach Steuern: 259 Mio. EUR (+25,1 %)

Diversifikation stützt das Geschäft

Die Zahlen verdeutlichen die Spaltung der aktuellen Industriemärkte. Während Voestalpine die Abkühlung in Europa und die schwache Nachfrage aus dem Automobilsektor spürt, fungieren andere Bereiche als verlässliche Stützen. Besonders die Segmente Bahnsysteme (Railway Systems) und Luft- und Raumfahrt sowie die Lagertechnik entwickelten sich robust. Diese breite Aufstellung ermöglicht es dem Konzern, zyklische Schwächen im klassischen Stahlgeschäft effektiv zu kompensieren.

Expansion nach Indien und grüne Transformation

Das Management ruht sich nicht auf den Kosteneinsparungen aus, sondern forciert das Wachstum in Zukunftsmärkten. Konkret plant Voestalpine den Bau eines neuen Produktionsstandortes für Rohre und Profile in Indien. Zudem prüft der Konzern aktiv Zukäufe in den profitablen Bereichen Bahnsysteme und Lagertechnik. Parallel dazu läuft das Großprojekt „greentec steel“ nach Plan: Rund 1,5 Milliarden Euro fließen in österreichische Standorte, um kohlebasierte Hochöfen durch Elektrolichtbogenöfen zu ersetzen und die Dekarbonisierung voranzutreiben.

Mit den vorgelegten Zahlen im Rücken bestätigte Voestalpine die Prognose für das Gesamtjahr 2025/26. Das Management rechnet weiterhin fest mit einem EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro. Damit signalisiert der Konzern, dass die operative Wende trotz konjunkturellem Gegenwind auf Kurs bleibt.

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