Der erfolgreiche Erstflug der Ariane 6 in ihrer leistungsstärksten Konfiguration ist mehr als nur ein technischer Sieg für die europäische Raumfahrt. Für den Bremer Konzern OHB bedeutet der Start vom Donnerstag den Beginn einer lukrativen Ära der Serienfertigung. Mit dem Großkunden Amazon im Rücken und einer bestätigten Prognose rückt die ehrgeizige Wachstumsstrategie des Unternehmens in den Fokus der Anleger.

  • Meilenstein: Erfolgreicher Start der Ariane 64 mit 32 Amazon-Satelliten
  • Industrielle Basis: OHB-Tochter MT Aerospace liefert 10 Prozent des Programms
  • Ausblick: Umsatz soll bis 2028 auf über zwei Milliarden Euro steigen

MT Aerospace als Wachstumstreiber

Die europäische Schwerlastrakete hob am 12. Februar vom Weltraumbahnhof Kourou ab und beförderte ihre Fracht planmäßig in den Orbit. Technologisch war dies eine Premiere für die Variante mit vier Boostern, wirtschaftlich ist es ein Signal für OHB. Die Augsburger Tochtergesellschaft MT Aerospace fertigt Tanks sowie Strukturkomponenten für die Trägerrakete und sichert sich damit einen Arbeitsanteil von rund zehn Prozent am Gesamtprogramm.

Da MT Aerospace seit Oktober 2025 eine hundertprozentige Tochter der OHB-Gruppe ist, schlägt dieser industrielle Erfolg voll auf die Konzernbilanz durch. Um die steigende Startfrequenz zu bewältigen, wurden die Produktionskapazitäten laut Management bereits im Vorfeld deutlich erweitert.

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Amazon sorgt für Planungssicherheit

Der geglückte Transport der 32 Satelliten markiert lediglich den Auftakt. Der US-Gigant Amazon hat insgesamt 18 Flüge der Ariane 6 fest gebucht, um seine Breitband-Konstellation "Amazon Leo" aufzubauen. Diese Auftragsserie garantiert OHB eine langfristige Grundauslastung.

Die strategische Positionierung wird durch weitere Entwicklungen gestützt: Neben der Gründung der European Moonport Company bestätigte OHB Ende Januar Gespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall. Eine mögliche Kooperation zielt auf militärische Raumfahrtanwendungen ab – ein Sektor mit wachsender Bedeutung in öffentlichen Beschaffungsprozessen.

Finanzziele klar bestätigt

Die operative Entwicklung untermauert die jüngsten Finanzziele. Auf dem Capital Market Day im Januar stellte das Management für das laufende Jahr 2026 Erlöse von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von elf Prozent in Aussicht. Der Auftragseingang kletterte bereits im Vorjahr um 24 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

Der langfristige Wachstumspfad ist damit konkret definiert. Bis 2028 sollen die Umsätze auf über zwei Milliarden Euro steigen, begleitet von einer EBITDA-Marge jenseits der zwölf Prozent. Mit dem technisch einwandfreien Start der Ariane 64 und dem prall gefüllten Orderbuch hat OHB nun den Beweis erbracht, dass die industrielle Basis für diese Skalierung bereitsteht.

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