Die kanadische Cannabis-Firma Canopy Growth legte am Freitag kräftig zu. Die Aktie kletterte um rund 7,3 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Quartalszahlen vorgelegt hatte. Anleger reagierten positiv auf die Fortschritte bei Umsatz und Profitabilität – und auf die bevorstehende Übernahme von MTL Cannabis.

Die wichtigsten Eckdaten:

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  • Konsolidierter Nettoumsatz: 75 Mio. CAD (stabil zum Vorjahr)
  • Cannabis-Umsatz: 52 Mio. CAD (+4% zum Vorjahr)
  • Nettoverlust: 49% niedriger als im Vorjahresquartal
  • Bereinigter EBITDA-Verlust: 3 Mio. CAD (-17% zum Vorjahr)
  • Liquidität: 371 Mio. CAD in bar

Cannabis-Geschäft wächst solide

Im dritten Geschäftsquartal 2026 steigerte Canopy Growth den Cannabis-Umsatz um vier Prozent auf 52 Millionen CAD. Besonders das medizinische Cannabis-Geschäft in Kanada zeigte sich stark: Plus 15 Prozent auf 23 Millionen CAD. Der Freizeitmarkt legte um acht Prozent zu – ebenfalls auf 23 Millionen CAD.

Der Nettoverlust schrumpfte um fast die Hälfte. Beim bereinigten EBITDA verzeichnete das Unternehmen den dritten Rückgang in Folge. Der Free Cashflow verbesserte sich von minus 28 Millionen CAD im Vorjahresquartal auf minus 19 Millionen CAD.

Bilanz gestärkt, Schulden verlängert

Ende Dezember 2025 verfügte Canopy Growth über eine Netto-Cash-Position von 146 Millionen CAD. Im Januar 2026 verlängerte das Unternehmen sämtliche Fälligkeiten ausstehender Verbindlichkeiten bis 2031. Diese Rekapitalisierung verschafft finanziellen Spielraum.

Die Übernahme von MTL Cannabis steht kurz vor dem Abschluss. Der Deal soll im laufenden Quartal finalisiert werden und Canopy Growth insbesondere im Québec-Markt verstärken.

Vaporizer-Sparte mit Rekordwachstum

Das Vaporizer-Segment Storz & Bickel erzielte 23 Millionen CAD Umsatz – ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Verantwortlich dafür war vor allem das VEAZY-Gerät, das sich zum Bestseller entwickelte. Kein anderes Produkt des Unternehmens erreichte schneller die Marke von 20.000 verkauften Einheiten. Die Online-Verkäufe am Black Friday stiegen um 16 Prozent.

Weniger erfreulich verlief das internationale Geschäft. Lieferkettenprobleme in Europa drückten den Umsatz um 31 Prozent. Immerhin: Gegenüber dem zweiten Quartal gab es eine Erholung um 22 Prozent, da Lieferungen nach Europa wieder anliefen.

Kosten gesenkt, Profitabilität im Blick

Die allgemeinen Verwaltungskosten (SG&A) stiegen zunächst um sieben Prozent. Bereinigt um Sondereffekte – etwa Rechtskosten aus früheren Geschäftsverkäufen – sanken sie jedoch um zwölf Prozent. Seit März 2025 hat Canopy Growth durch Stellenabbau und niedrigere Drittkosten jährliche Einsparungen von 29 Millionen CAD realisiert.

CEO Luc Mongeau sprach von verbesserten Fundamentaldaten und einem fokussierteren Geschäftsmodell. CFO Tom Stewart zeigte sich zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2027 ein positives bereinigtes EBITDA zu erreichen. Diese Aussage dürfte Anleger ermutigt haben – die Aktie scheint auf dem Weg zur nachhaltigen Profitabilität.

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