Valneva Aktie: Warten auf Pfizer
Valneva hat seine Bücher für 2025 geöffnet und liefert Investoren ein gemischtes Bild, das jedoch genau der angekündigten Strategie entspricht. Während der französische Impfstoffhersteller das Geschäft mit Drittanbieter-Produkten bewusst zurückfährt, richtet sich der Blick der Anleger längst auf das entscheidende Ereignis des Jahres 2026: Die klinischen Daten des Borreliose-Impfstoffs. Kann die Pipeline die sinkenden Vertriebserlöse kompensieren?
Geplanter Rückgang im Vertrieb
Die am Freitag vorgelegten vorläufigen Zahlen zeigen einen klaren strategischen Umbau. Der Gesamtumsatz für 2025 lag bei 174,7 Millionen Euro. Dass die reinen Produktverkäufe dabei auf 157,9 Millionen Euro sanken, ist keine Überraschung, sondern Kalkül: Valneva reduziert den Vertrieb von Produkten Dritter massiv – dieser Bereich schrumpfte um rund 42 Prozent.
Das Management konzentriert sich stattdessen auf das Wachstum der eigenen, margenstärkeren Impfstoffe. Um diesen Übergang finanziell abzusichern, achtet der Konzern auf seine Ausgaben. Zum Jahresende 2025 lagen noch knapp 110 Millionen Euro in der Kasse, was den Spielraum für die laufenden Forschungsaktivitäten sichert.
Der entscheidende Katalysator
Für die Bewertung der Aktie sind die Vergangenheitswerte derzeit zweitrangig. Das dominierende Thema ist der gemeinsam mit dem US-Pharma-Riesen Pfizer entwickelte Impfstoffkandidat VLA15 gegen Lyme-Borreliose. Die Ergebnisse der Phase-3-Studie werden noch in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet.
Fallen diese Daten positiv aus, plant Pfizer umgehend die Einreichung der Zulassungsanträge. Dies wäre der nächste große Meilenstein für Valneva und dürfte die langfristige Perspektive des Unternehmens neu definieren. Um in dieser kritischen Phase Kontinuität zu gewährleisten, wurde zudem der Vertrag von CEO Thomas Lingelbach um drei Jahre verlängert.
Marktreaktion und Ausblick
Der Kapitalmarkt scheint die Fokussierung auf die eigene Pipeline zu honorieren. Die Aktie notierte zum Wochenschluss bei 4,70 Euro und konnte damit seit Jahresanfang bereits um über 22 Prozent zulegen. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt das Management einen Umsatz zwischen 155 und 170 Millionen Euro in Aussicht, wobei der Wegfall weiterer Drittgeschäfte durch das Wachstum der eigenen Produkte aufgefangen werden soll.
Die Wette der Anleger ist klar definiert: Kurzfristige Umsatzeinbußen im Handelsgeschäft werden in Kauf genommen, um auf den Durchbruch beim Borreliose-Impfstoff zu spekulieren. Die Validierung dieser Strategie hängt nun fast vollständig an den Studiendaten, die Pfizer in den kommenden Monaten vorlegen wird.
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